Rennräder

Rennräder 2010 um 2500 Euro

Manuel Jekel am 21.04.2010

Gleich 24 Kandidaten um 2.500 Euro buhlen in diesem Test um Sieg und Plätze. Eine Menge Geld, für das man allerdings auch eine Menge moderner Rennrad-Technik erwarten darf, wie unsere Bestandsaufnahme zeigt.

Der Preisbereich um 2.500 Euro ist die goldene Mitte beim Rennradkauf. Wer hier zuschlägt, kann halbwegs sicher sein, dass er ein technisch hochwertiges, langlebiges Sportgerät erwirbt, das alles kann, was ein Rennrad heute können muss. Zugleich darf er sich in der Gewissheit wiegen, jeder Versuchung zu Luxus und Dekadenz tapfer widerstanden zu haben. Schließlich hätte er ja noch viel mehr ausgeben können. Unter den 24 Kandidaten befinden sich 21 Modelle mit Carbonrahmen, denen gerade drei mit Aluminiumrahmen gegenüberstehen. Die Frage, welcher Werkstoff 2010 das Material der Wahl ist, scheint damit beantwortet.

Oder etwa doch nicht? Beim Blick auf die Endnoten fällt auf, dass sich die Alu-Renner – von Bergwerk, Quantec und Stevens – alle im vorderen Drittel der Konkurrenz platzieren. Das ist nur logisch: Was die Hersteller am günstigeren Alu-Rahmen einsparen, legen sie bei der Ausstattung in Form von Top-Komponenten und Anbauteilen oben drauf. So können die Alu-Räder das Handicap ihrer tendenziell etwas schwereren Rahmen locker kompensieren und kommen auf konkurrenzfähige Gewichte. Für den Käufer zahlt sich die bessere Ausstattung durch lange Lebensdauer und mehr Fahrspaß aus. Ein Alu-Rahmen ist also auch in dieser gehobenen Preisklasse immer eine Überlegung wert.

Bei den Rahmengeometrien setzt das Gros der Hersteller auf sportliche Sitzpositionen. Nur wenige Anbieter scheren hier aus.

KURZ & KNAPP

Quantec vor Cube, Koga und Stevens (alle gleichauf) bei den Fachhandelsmarken, Canyon neben Red Bull knapp vor Poison bei den Versendern – so lautet die Rang folge der 2.500-Euro-Renner. Jenseits von Endnote und Vertriebsweg zeigen die Räder große Unterschiede: Vor allem Felt und Specialized setzen mit mess- und spürbarem Ergebnis auf Komfort. Das gute Abschneiden von Quantec und Stevens zeigt: Auch Räder mit Alu-Rahmen sind mit Top-Ausstattungen konkurrenzfähig.

Nachtrag

Im Carbonrahmen-Test in TOUR 3/10 war der mittlere der drei getesteten “Serum”-Rahmen von Simplon als 55er angegeben worden. Tatsächlich handelt es sich um einen 58er-Rahmen. Im großen Radtest-Spezial mit 60 Rädern in der April-Ausgabe ist uns bei der Berechnung der Ausstattungsbewertungen bei einigen Rädern leider ein Fehler unterlaufen. Die Note der folgenden Räder ändert sich damit um jeweils ein Zehntel. Wir bitten, die Fehler zu entschuldigen.

Die Testergebnisse dieser Testgruppe finden Sie unten  im PDF-Download.

Manuel Jekel am 21.04.2010
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