BMC Teammachine SLR01 BMC Teammachine SLR01

Neuheiten 2021: BMC Teammachine SLR 01

Neue Teammachine: Leichter, steifer – und schneller!

Manuel Jekel am 16.07.2020

Mit dem Vorgänger waren die Schweizer 2017 Vorreiter des Trends, die Schalt- und Bremsleitungen zu integrieren. Die neue Teammachine treibt den Integrationsgedanken des Rennrads noch weiter – unter anderem mit Flaschenhaltern, die speziell auf den Rahmen abgestimmt wurden. Außerdem wurde der Rahmen aerodynamisch überarbeitet

Die nun vorgestellte neue Teammachine ist unter formalen Gesichtspunkten vielleicht weniger bahnbrechend als frühere Generationen des Modells. Proportionen und Geometrie erinnern stark an das Rad von 2017. In einem wesentlichen Punkt setzt sich das neue Modell jedoch klar vom Vorgänger ab. Sein Rahmen wurde auch nach aerodynamischen Kriterien entwickelt. Bei der Teammachine von 2017 lag der Fokus noch ausschließlich auf möglichst geringem Gewicht, hoher Steifigkeit und gutem Komfort. Eine strömungsgünstige Form spielte keine Rolle, was bei einem Rennrad auf Profi-Niveau schon damals recht ungewöhnlich war.

BMC Teammachine: Ein Trendsetter

Mit der Teammachine* setzte BMC wiederholt Design-Trends im Rennradbau. Das Modell von 2010 zählte zu den ersten Rennrädern mit kompaktem Hinterbau. Ein Konstruktionsmerkmal, das inzwischen bei vielen modernen Rennrädern zu finden ist. Die Teammachine von 2017 war eines der ersten Rennräder mit unsichtbar durch den Lenker in den Rahmen geführten Leitungen für Bremsen und Schaltung. Inzwischen sind integrierte Leitungen bei Highend-Rennrädern fast Standard.

BMC Teammachine SLR01 Disc

Auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden: Das hier abgebildete Modell der Teammachine stammt aus dem Jahr 2019.

<<Zeitreise 1: Die Teammachine SLR 01 aus dem Modelljahr 2016 im Test >>

Noch bessere Aerodynamik?

Die neue Teammachine will dank aerodynamischer Rohrformen nun der perfekte Alleskönner sein. Ein Ansatz, der 2020 im Trend liegt. Auch Giant und Trek haben zuletzt ihre Leichtbaumodelle TCR beziehungsweise Émonda aerodynamisch optimiert. Die BMC-Entwickler bedienten sich dazu eines bewährten Rezeptes. Alle im Wind stehenden Rohre weisen im Querschnitt Profile auf, die an einen Tropfen erinnern, der am hinteren Ende abgeschnitten wurde. Dieses so genannte Kammtail-Profil hat beim Bau von Rennrädern Schule gemacht, weil sich Aerodynamik und Leichtbau damit am besten in Einklang bringen lassen. Die aerodynamische Verbesserung gegenüber der alten Teammachine beziffert BMC mit sechs Prozent bei 45 km/h

<<Zeitreise 2: So sah der Vor-Vorgänger aus - die Teammachine SLR 01 aus dem Jahr 2014>>

Fotostrecke: Die neue BMC Teammachine 2021

Feilen am Detail: Cockpit und Flaschenhalter

Ein eigenständiges Design-Merkmal der neuen Teammachine sind die so genannten Aerocore-Flaschenhalter, die an die Profile von Unter- und Sitzrohr angepasst wurden. Überarbeitet wurde das ICS-Lenker-Cockpit, bei dem Lenker und Vorbau eine Einheit bilden. BMC gibt das Gewicht der Einheit mit 305 Gramm an. Lieferbar sind vier Versionen mit Vorbaulängen von 90 bis 120 Millimetern. Daneben ist für die Teammachine auch das modular aufgebaute ICS2-Cockpit lieferbar. Auch hier sind die Leitungen voll integriert. Allerdings können Vorbau und Lenker unabhängig voneinander gewählt werden. ICS2-Vorbauten sind in sieben Längen von 80 bis 140 Millimetern lieferbar. BMC verspricht, dass der Vorbau getauscht werden kann, ohne dass dafür die Leitungen gekappt werden müssen. Weil an Gabel, Cockpit und Sattelstütze Gewicht gespart wurde, soll die neue Teammachine rund 160 Gramm leichter sein als das alte Modell. Für das Topmodell SLR 01 One mit SRAM Red AXS-Schhaltgruppe und leichten Mon-Chasseral-Laufrädern von DT Swiss gibt BMC ein Gewicht von 6,5 Kilo in Größe 54 inklusive der beiden Aerocore-Flaschenhalter an.

BMC Teammachine SLR01

Leicht und spritzig: Mit nur 6,5 Kilo liegt das Rad in Größe 54 sogar unterhalb des UCI-Limits.

Disc Only bei der neuen Teammachine SLR 01

Anders als der Vorgänger wurde die neue Teammachine nur für Scheibenbremsen ausgelegt. Auch ein mechanisches Schaltsystem ist zumindest für die Highend-Variante SLR01 keine Option mehr; der Rahmen ist ausschließlich mit elektrischen Schaltungen kompatibel. Das schlägt sich in den Preisen nieder. Das Einstiegsmodell Teammachine SLR 01 Four mit Ultegra-Di2-Schaltung von Shimano und Eigenmarken-Laufrädern mit Carbonfelgen kostet bereits stramme 6.799 Euro. Unterhalb der Teammachine SLR 01 bietet BMC noch die nahezu formgleiche Variante Teammachine SLR an. Ihr Carbonrahmen wird aus einer einfacheren Faser gefertigt und ist etwas schwerer. Der Rahmen ist auch mit mechanischen Schaltsystemen kompatibel. Das Einstiegsmodell Teammachine SLR Four mit Shimano-105-Gruppe kostet 2.699 Euro. Beide Rahmenvarianten sind in sechs Größen von 47 bis 61 Zentimetern und in zahlreichen Farben lieferbar.

Mehr Infos: https://www.bmc-switzerland.com/


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Manuel Jekel am 16.07.2020
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