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Rennräder

Marathon-Renner 2011

Manuel Jekel am 08.07.2011

Die flache Sitzhaltung auf dem Rennrad macht zwar schnell, kann aber Schmerzen in Schultern und Nacken verursachen. Rennräder mit entschärfter Geometrie für eine aufrechtere Sitzposition versprechen Erleichterung. Wir haben acht dieser Marathon-Renner unter die Lupe genommen.

Rennrad fahren galt lange als Sport für ganz besonders harte Männer. Schmerz, Schweiß und Selbstüberwindung – auch aus diesem Dreiklang bezog der Radsport seine Faszination. Wer nach mehr Fahrkomfort fragte,setzte sich leicht dem Verdacht aus, zu weich für die höheren Weihen des Sports zu sein.Zum Glück jedoch hat in der Radsportszene und bei den Radherstellern ein Umdenken eingesetzt. Dahinter steckt die Einsicht, dass sich viel mehr Menschen fürs Rennrad begeistern lassen, wenn die positiven Aspekte wie Fitness, Entspannung und Erlebniswert betont werden. Ein Problem steht dabei aber unauflösbar im Raum: Das klassische Rennrad ist nun mal nicht besonders komfortabel. Im Gegenteil: Aus orthopädischer Sicht bereitet es sogar oft Probleme. Ungefedert zwingt es seinen Fahrer in eine Sitzhaltung, die für den Bewegungsapparat eher ungünstig ist. Je flacher und damit schneller die Position, desto höher die Belastungen für Rücken, Schultern und Hände. Auch auf dem empfindlichen Dammbereich lastet in gestreckter Position ein höherer Druck als in aufrechter Haltung.

Davon betroffen sind nicht nur Neueinsteiger in den Sport. Auch alte Hasen sind vor Malaisen nicht gefeit. Wer mit 35 noch flach sitzen kann, will das mit 45 nicht unbedingt immer noch. Man fühlt sich zwar jung und fit, aber irgendwie zwickt und zwackt es nach jeder Ausfahrt, wo früher nichts wehgetan hat. Zwar ließe sich dem durch gezieltes Training der Schulter-, Rücken- und Nackenmuskulatur entgegenwirken. Aber die meisten Radsportler fahren eben am liebsten Rad und vernachlässigen Kraftübungen und Gymnastik. Also bleiben die Probleme, und die Lösung lautet: eine andere, aufrechtere Sitzposition.

Vor allem amerikanische Hersteller, allen voran Specialized, sprangen auf den Zug auf und zählen heute zu den Vorreitern auf der Komfortwelle. Sind die Räder dieses Tests als „Komfortrenner“ folglich richtig beschrieben? Das Spektrum der acht Modelle ist zumindest sehr breit.

Die Testergebnisse der Marathon-Renner finden Sie unten als PDF-Download.

Manuel Jekel am 08.07.2011
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