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Rennräder

Elektroschaltung: Räder mit Shimanos Ultegra Di2 2012

Manuel Jekel am 16.12.2011

Dank Shimanos neuer Ultegra Di2 wird elektrisches Schalten erschwinglich. Die Radhersteller präsentieren für 2012 eine Vielzahl neuer Modelle mit der Elektroschaltung. Unser Test von 15 Rennrädern zwischen 2.700 und 5.000 Euro liefert einen ersten Überblick.

Kaum ist die Ultegra Di2 auf dem Markt, bildet sie bereits die Basis für eine neue Kategorie von Rennrädern: die Ultegra-Di2-Klasse. Kein Rennradhersteller von Rang lässt es sich nehmen, für 2012 ein Modell mit Shimanos ingeniösem E-Getriebe anzubieten. Die Erwartungen an die Gruppe sind hoch: Sie soll massenhaft Kaufwünsche wecken und das Thema „elektrisches Schalten“ aus der Nische für betuchte Technik-Freaks herausholen. Dass das klappen kann, ist nicht unwahrscheinlich. Kompletträder mit Ultegra Di2 sind schon für deutlich unter 3.000 Euro zu haben. Doch die Entscheidung für die Ultegra Di2 fällt nicht alleine über den Preis. Entscheidend wird sein, ob sich die Rennradler von den Vorzügen des neuen Schaltkonzeptes überzeugen lassen.

Das aktuelle Testfeld zeigt hier bereits deutlich, wohin der Trend geht. Nur wenigen Rahmen ist auf Anhieb anzumerken, dass bei ihrer Entwicklung noch nicht an alle Aspekte der Di2 gedacht wurde. Indizien dafür sind ungenutzte Eingänge für klassische Züge bei Corratec und Fuji oder der wenig ansehnliche Plastikhalter, mit dem Cannondale, Corratec, Fuji, Koga und Stevens den Akku am Unterrohr fixieren. Den meisten Herstellern ist die Integration der Di2 bereits perfekt gelungen. Einige haben bereits vorhandene vorhandene Rahmenplattformen mit Bohrungen für die Di2-Kabel versehen und lassen dafür die Zuganschläge weg. Ästhetisch eine saubere Lösung, die aber einen hohen Aufwand bei Produktion und Lagerhaltung bedeutet, da zwei Versionen des gleichen Rahmens nötig sind. Um dieses Dilemma zu vermeiden, haben Cube, Felt, Stevens und Trek die Kabelkanäle so konstruiert, dass sich je nach Bedarf konventionelle Züge oder Elektrokabel montieren lassen. Theoretisch ist damit auch die „Rückrüstung“ auf mechanische Schaltungen möglich, wobei das in der Praxis eher selten passieren dürfte. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Di2- Renner ist zudem die Position des Akkus am Rahmen. Ob auf oder unter dem Unterrohr, mittig unterm Tretlager oder unter der linken Kettenstrebe – die Vielfalt der Lösungen ist beachtlich, wobei die Entscheidung für eine bestimmte Position weitgehend Geschmackssache ist.

Die Testergebnisse finden Sie unten als PDF-Download.

Manuel Jekel am 16.12.2011
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