Im Uhrzeigersinn von oben links: BMC „TeamMachine SLR 01“, Pinarello „Dogma 60.1“, Trek „Madone 6.9 Pro Di2“, Cannondale „Super Six Hi-Mod“, Specialized „S-Works Tarmac SL 3 SL“ Im Uhrzeigersinn von oben links: BMC „TeamMachine SLR 01“, Pinarello „Dogma 60.1“, Trek „Madone 6.9 Pro Di2“, Cannondale „Super Six Hi-Mod“, Specialized „S-Works Tarmac SL 3 SL“
Rennräder

Edle Rennräder 2010

Manuel Jekel am 20.12.2009

Halten Sie sich fest: Fünf brandneue Traumräder zeigen sich im exklusivsten TOUR-Test aller Zeiten. Und es gibt weitere Detailfotos davon zu sehen...

Keine Frage: Rennräder zu testen macht eigentlich immer Spaß. Es sei denn, draußen ist es nass und kalt, und der Redaktionsschluss drängt noch nicht mit Gewalt; dann ist bei den Testern auch mal ein leises Zögern zu bemerken. Merkwürdigerweise war es diesmal kein Problem, sich trotz kühlen Herbstwetters zu den fälligen Testrunden zu motivieren. Auffällig auch, dass Redaktionskollegen, die an sich genug mit anderen Aufgaben beschäftigt waren, spontan Interesse an einer Ausfahrt anmeldeten und öfter als sonst nachfragten, wer aus dem Fünfkampf als Sieger hervorgehen würde.

Die brandneuen Top-Modelle von BMC, Cannondale, Pinarello, Specialized und Trek sind aber auch unwiderstehliche Lockmittel. Alle fünf Kandidaten repräsentieren – wenigstens nach Ansicht ihrer Hersteller – in Sachen Technik und Design die aktuelle Spitze im Bau von Carbonrahmen. Ein besonderer Reiz des Tests liegt zudem darin, dass es sich in allen Fällen um Profi-Material handelt. Alle fünf Hersteller sponsern in der Saison 2010 mindestens ein hochkarätiges Profi- Team. Zumindest die Rahmen-Sets der Testräder werden also bei den wichtigsten Rennen der Welt im Einsatz sein. Dass das exklusive Quintett auch finanziell Maßstäße setzt, versteht sich fast von selbst. Auf sage und schreibe 41.437 Euro summieren sich die Ladenpreise. Einen höheren Durchschnittspreis – fast 8.300 Euro pro Rad – erreichte noch kein Testfeld in der Geschichte von TOUR.

Alles vom Feinsten: Hier gibt es weitere Detailfotos davon zu sehen...

Fotostrecke: Edelrenner

Einheitliche Formensprache: Bei BMC korrespondiert das Design von Gabel und Sattelstütze

Diätmaßnahme: Durch die dünne Lackschicht spart Specialized ein paar Gramm Gewicht

Detail-Liebe: Bei Pinarello tragen sogar die Reifen den Dogma-Aufdruck

Der Laufradsatz bei Pinarellos „Dogma“ stammt von der Eigenmarke Charisma. Die typische Bauform der Nabe verweist auf den französischen Spezialisten Corima als Hersteller

Einheitliche Formensprache: Bei BMC korrespondiert das Design von Gabel und Sattelstütze

Unverwechselbar: Wie kaum ein anderer Hersteller nutzt Pinarello die Gestaltungsmöglichkeiten von Carbon

Die Hollowgram-Kurbel von Cannondale besteht aus zwei verklebten Aluminium-Profilen. Die Konstruktion ist leicht, steif und gilt als Wegbereiter des neuen BB30-Tretlager-Standards

Upside down: Die Sattelstütze an Treks „Madone 6.9“ wird über, nicht in das Sitzrohr geschoben

Schwungvoll: Was wäre das Dogma ohne die Pinarello-typische Lackierung?

Diätmaßnahme: Durch die dünne Lackschicht spart Specialized ein paar Gramm Gewicht

Optik vor Funktion: Die Lenker-Vorbau-Einheit bei Pinarellos „Dogma“ ist optisch spektakulär, wegen fehlender Einstellmöglichkeiten allerdings nicht besonders praktisch. Zudem rutschen die Hände am glatten Oberlenker bei Nässe leicht ab

Schwungvoll: Was wäre das Dogma ohne die Pinarello-typische Lackierung?

Eigenwillig: Tief angesetzte Sitzstreben und die eigenwillige Sattelstütze mit innen liegender Konus-Klemmung bescheren der „TeamMachine SLR01“ von BMC einen herausragenden Komfortwert am Sattel

Eigenwillig: Tief angesetzte Sitzstreben und die eigenwillige Sattelstütze mit innen liegender Konus-Klemmung bescheren der „TeamMachine SLR01“ von BMC einen herausragenden Komfortwert am Sattel

Keine Tuning-Teile: Trotz vergleichsweise schwerer Laufräder wiegt das "Super Six Hi-Mod" von Cannondale nur 6,7 Kilo

Leichtgewicht: Mit exklusiven Komponenten wie den superleichten S-Works-Kurbeln mit in der Mitte teilbarer Achse drückt Specialized das Gewicht des „Tarmac SL3“ unter die Sechs-Kilo-Marke

Augenfänger: Das Elastomer dient vor allem dazu, die Federeigenschaften der Specialized-Stütze sichtbar zu machen. Funktionieren würde die Stütze auch ohne Einsatz, der Komfortwert ist sehr gut

Detailarbeit: Der minimalistische Vorbau-Deckel an Specialized´s "Tarmac SL3" spart ein paar Gramm Gewicht

Aus dem Sichtfeld: Den Akku für die DI2-Schaltung versteckt Trek unterm Tretlager

Smarte Lösung: In der linken Kettenstrebe des „Madone 6.9“ steckt ein Sensor, der via ANT+Technologie Signale für die Geschwindigkeits-, Strecken- und Trittfrequenzmessung an die meisten Rad-Computer sendet

Vollintegriert: Das Kabel für die elektronische DI2-Schaltung verschwindet kurz hinterm Steuerrohr im Rahmen und taucht erst am Ausfallende wieder auf

Upside down: Die Sattelstütze an Treks „Madone 6.9“ wird über, nicht in das Sitzrohr geschoben

Manuel Jekel am 20.12.2009
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