Rennräder

Bulls Night Hawk 1

Jens Klötzer am 22.01.2011

Bestes Rahmen-Set im Test, sortenreiner Antrieb, aber sehr einfache Laufräder und Anbauteile; schwache Garantie.

Dank eines technisch sehr guten Rahmens fährt sich das “Night Hawk 1” besser, als es die günstigen Komponenten zunächst vermuten lassen. Der gut verarbeitete, voluminöse Carbonrahmen ist der leichteste im Test und gewinnt die Rahmenwertung, mit Press-Fit-Lagern und konischem Steuerrohr verfügt er über moderne Attribute. Im krassen Gegensatz dazu steht die Ausstattung: Shimanos “WH-R500”-Laufräder und die schweren FSA-Anbauteile gehören mit zum Einfachsten, was der Rennrad-Komponentenmarkt zu bieten hat. Contis “Ultra Sport”-Reifen rollen spürbar schwerer als teurere Modelle und fabrizieren in Fahrt lautere Geräusche als die Kette. Nicht gespart wurde dagegen bei den “105”-Bremsen und -Kurbeln sowie einem Markensattel von Fizik. Kurz: Ein Rad mit großem Tuningpotenzial. Leider reicht die Garantie nicht über die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung hinaus.

Preis 1799 Euro

Gewicht 8,3 Kilo

Bezug/Info www.bulls.de

Gewicht Rahmen/ Gabel/Steuerlager* 1.120/536/82 g

Rahmengrößen** 50, 53, 56, 59 cm

Sitz-/Lenkwinkel 73/73°

Sitz-/Ober-/Steuerrohr 528/575/192 mm plus 16 mm Steuersatzkappe

Radstand/Nachlauf 1.010/58 mm

Stack/Reach/STR*** 587/398 mm/ 1,47

Ausstattung

Gabel Bulls

Lenklager FSA oben 1-1/8, unten 1,5 Zoll

Bremsen/Schaltung/Tretlager Shimano 105 Press Fit (50/34 Z.)

Laufräder/Reifen Shimano WH-R 500/ Conti Ultra Sport (faltbar)

Lenker/Vorbau FSA Omega Compact/ FSA OS-190

Sattel/-stütze Fizik Pavé/FSA SL-270 (27,2 mm)

*Gewogene Gewichte; **Herstellerangabe, Testgröße gefettet; ***Stack/Reach: projiziertes senkrechtes/waagerechtes Maß von Mitte Tretlager bis Oberkante Steuersatzkappe; STR (Stack to Reach): Werte von 1,45 bis 1,55 bedeuten eine sportliche Sitzposition, Werte darunter rennmäßig, darüber komfortabel

Schwere, günstige Sattelstützen mit einer Schraube fanden wir an den Testrädern häufig – wie hier am Bulls. Ausgefeilte Konstruktionen wie bei BMC sind selten – und teuer

Jens Klötzer am 22.01.2011