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Rennräder

24 Rennräder 2014 um 1500 Euro

Manuel Jekel am 20.03.2014

Für rund 1.500 Euro gibt es viele attraktive, gut ausgestattete Rennräder. Doch für welches soll man sich entscheiden? Renn- oder Komfort-Geometrie? Männer- oder Frauenmodell? Alu- oder Carbonrahmen? Zehn- oder Elffach-Schaltung? Am besten, man macht sich vorher ein bisschen schlau. Unser Test von 18 aktuellen Rennrädern für Männer und 6 Modellen für Frauen schafft den Durchblick.

Bunte Vielfalt statt trister Einfalt. So könnte man die Entwicklung im Rennradmarkt der vergangenen Jahre für das Preissegment um 1.500 Euro auf einen erfreulichen Nenner bringen. Noch vor rund fünf Jahren waren sich die meisten Räder in dieser Preisklasse ziemlich ähnlich: Steife Alu-Rahmen mit Shimanos beliebter Ultegra-Gruppe waren der Normalfall, größere Unterschiede gab es allenfalls beim Gewicht der Räder. Es dominierten betont sportlich ausgelegte Modelle, die ihre Piloten in eine sehr gestreckte Sitzhaltung zwangen. Wer das nicht wollte, musste sich mit Tricks behelfen, etwa kurzen Lenkervorbauten oder Sattelstützen ohne Versatz, die Lenker und Sättel näher zusammenbringen.

Versucht man heute, sich einen Überblick in der 1.500-Euro-Klasse zu verschaffen, kann einem leicht schwindlig werden angesichts der Vielfalt des Angebots. Die rennorientierten Flitzer gibt’s immer noch, aber daneben finden sich mehr und mehr Modelle, die mit einer Vergleichsweise entspannten, komfortablen Sitzposition werben. Ein Trend, der in höheren Preisklassen schon länger zu beobachten ist und nun auch die günstigen Räder erfasst hat. Quasi als Untergattung der Komfortrenner bieten einige Marken außerdem Modelle an, die speziell für Frauen konzipiert wurden. Dekore und Ausstattungsdetails wie Sattel, Lenker und Übersetzungen sind hier speziell auf die Wünsche von Rennradlerinnen abgestimmt. Wegen der besseren Übersichtlichkeit behandeln wir die sechs Frauenrenner in diesem Test getrennt.

1500 Euro

Alu- oder Carbonrahmen?

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Als wäre es nicht schwierig genug, zwischen verschiedenen Geometrie-Varianten zu wählen, stehen angehende  Rennradkäufer außerdem bei der Frage nach dem Rahmenmaterial vor einer Grundsatzentscheidung: Alu oder Carbon? Noch vor wenigen Jahren waren Carbonrahmen an Mittelklasse-Rädern absolute Ausnahmen. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet, es herrscht fast Gleichstand zwischen den Werkstoffen. Von 24 Rädern in diesem Test haben 13 einen Alu-, 11 einen Carbonrahmen.

Welches Material besser ist, lässt sich so gar nicht beantworten.  Entscheidend ist, was der Hersteller aus dem jeweiligen Werkstoff macht. Pauschal lässt sich sagen, dass  Carbonrahmen an Rädern um 1.500 Euro relativ schwer sind, bei ihnen daher das Potenzial, das der Werkstoff  eigentlich besitzt, nur bedingt genutzt wurde. Andererseits wirken Carbonrahmen oft moderner, weil sich das Material leichter formen lässt als Alu. Aluminium ist ein preiswerter und leicht zu verarbeitender Werkstoff, was die Chance erhöht, im Angebot eines Herstellers einen besonders kleinen oder besonders großen Rahmen zu finden. Ein guter Alu-Rahmen kann in dieser Preisklasse außerdem ebenso leicht oder sogar leichter als ein Carbonrahmen sein, wie in diesem Test am Beispiel des Canyon-Renners zu sehen. Dessen Alu-Rahmen-Set ist nicht nur das leichteste, sondern bei Betrachtung aller technischen Eigenschaften sogar einer der besten in diesem Test.

Nicht vergessen  sollte man allerdings, dass der Rahmen immer nur Teil eines Gesamtpakets ist. Und in keiner anderen Preisklasse sieht man sich mit einer größeren Vielfalt an Ausstattungsvarianten konfrontiert. Das Spektrum reicht von Gruppen, Bauteilen und Laufrädern auf unterem Einsteigerniveau bis hin zu Teilen, die das Flair der oberen Mittelkasse versprühen.

Die Testergebnisse alle weiteren Informationen zu diesen Rennrädern finden Sie unten als PDF-Download:

• Bulls Desert Falcon Pro
• Canyon Ultimate AL 8.0
• Corratec Corones 105
• Cube Agree GTC Pro
• Fuji Granfondo 2.5
• Ghost Race Lector 4000
• Giant Defy Composite
• Haibike Challenge SL
• Koga Kimera Road KomForza
• Lapierre Sensium 200 CP
• Merida Ride CF 94
• Müsing Onroad Lite 105
• Poison Oxygen 105
• Radon Sage 6.0
• Rose Xeon Team GF-2000
• Specialized Secteur Comp
• Stevens Aspin SL
• Votec VR10 Pro

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Manuel Jekel am 20.03.2014
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