Rennräder 2013 um 2500 Euro Rennräder 2013 um 2500 Euro
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18 Rennräder um 2500 Euro im Test 2013

Manuel Jekel am 23.04.2013

Beste Technik, fairer Preis – dafür standen Rennräder der Klasse um 2.500 Euro bislang. Doch im Markt rumort es, von Preiserhöhungen ist die Rede, von weniger Rad fürs Geld. In unserem Test mit 18 Kandidaten machten wir die Probe aufs Exempel.

Dass alles ständig teurer wird, kennen wir aus vielen Lebensbereichen. Weniger jedoch aus dem Rennradmarkt, dort waren die Preise zuletzt erfreulich stabil. Besonders in der verkaufsstarken Mittelklasse zwischen 1.500 und 4.000 Euro waren Preiserhöhungen in den vergangenen Jahren kaum zu beobachten. Ein guter Indikator dafür ist der Vergleich der Durchschnittsnoten verschiedener Testjahrgänge: Als wir vor genau einem Jahr 16 Rennräder um 2.500 Euro testeten, lag deren Durchschnittsnote bei 2,02. Damit waren die Räder sogar etwas besser als in den beiden Vorjahren, als der Notenschnitt bei 2,09 beziehungsweise 2,03 lag.

Dass diese Preisstabilität nicht ewig Bestand haben würde, war zu befürchten. Erste Anzeichen für eine Trendwende gab es auf der Eurobike-Messe im vergangenen Herbst. Satte Preiserhöhungen für den Jahrgang 2013 – manche Insider prognostizierten dramatische Anstiege von 10 bis 15 Prozent – waren dort eines der Hauptthemen. Auslöser waren gestiegene Löhne in Asien, wo die meisten Fahrradrahmen und -komponenten gefertigt werden, dazu höhere Rohstoff- und Energiekosten und nicht zuletzt Währungsschwankungen zum Nachteil des Euro.

Die spannende Frage vor diesem Test lautete deshalb: Wird es 2013 deutlich weniger Rad fürs Geld geben? Oder gelingt es den Herstellern, die Preiserhöhungen irgendwie aufzufangen und die Qualität zu halten? Die Antwort, die dieser Test mit 18 Rädern zwischen 2.250 und 2.700 Euro liefert, fällt ziemlich eindeutig aus – und leider nicht im Sinne der Rennradler: Auffallend viele Modelle wurden diesmal offensichtlich mit dem Rotstift kalkuliert. Das schlägt auch auf die Endnoten durch, deren Schnitt diesmal bei 2,24 liegt; legt man die Notenskala von 2012 an, die zuletzt, um der technischen Weiterentwicklung Rechnung zu tragen, leicht angepasst wurde (siehe TOUR 3/2013->), liegt das Mittel bei 2,2. Nicht eingerechnet sind hier die Modelle von Müsing und Poison, die wegen technischer Mängel nicht bewertet wurden – dazu später mehr. Nur drei Räder – die Modelle von Canyon, Rose und Stevens – schneiden besser ab als mit Note 2,0 und können das Niveau der vergangenen Jahre halten.

Die Testergebnisse dieser Rennräder zwischen 2250 bis 2700 Euro finden Sie unten als PDF-Download:

  • Cannondale Supersix 3 Ultegra
  • Canyon Ultimate CF 9.0 Pro
  • Carver Evolution 130
  • Centurion Gigadrive 4200
  • Conway Q-RC 800
  • Corratec CCT Team Ultegra
  • Felt F4
  • Focus Izalco Pro 3.0
  • Fuji Altamira 2.3
  • Koga Kimera Road UD Team
  • KTM Strada 5000
  • Lapierre Sensium 400 CP
  • Müsing Onroad Race
  • Poison Exogen
  • Radon Spire 9.0
  • Rose Xeon CRS-5000
  • Scott Foil 40
  • Stevens Xenon CT
Manuel Jekel am 23.04.2013