Specialized Crux Specialized Crux

Specialized präsentiert neues Gravelbike Crux

Ultraleichtes und minimalistisches Gravelbike

Julian Schultz/Kristian Bauer am 07.10.2021

Pünktlich zur Offroad-Saison hat Specialized ein neues Gravelbike präsentiert. Das Crux grenzt sich deutlich von seinem Cyclocross-Vorgänger ab und orientiert sich am Leichtbau-Rad Aethos. In der Top-Version wiegt das rennorientierte Schotterrad nur 7,25 Kilogramm. Wir konnten das neue Modell bereits testen.

Crux. Über Jahre hinweg war dieser Name bei Specialized mit der Cyclocross-Plattform verbunden. Doch damit ist jetzt Schluss. "Wir wissen, dass viele Gravel-Rider da draußen auf genau diesen Mix aus Ultralight und großer Reifenfreiheit gewartet haben", teilen die US-Amerikaner mit – lassen sich aber eine Hintertür offen. Dank des UCI-konformen Rahmens und mit schmalen Reifen (33 Millimeter) ist es weiter für CX-Wettbewerbe zugelassen.

Das leichteste Gravelbike auf dem Markt
In Anlehnung an das Leichtbau-Rad Aethos besticht auch das Crux mit einem geringen Gewicht und minimalistischem Design. Befestigungsmöglichkeiten für Schutzbleche oder Bikepacking-Taschen sucht man vergeblich. Der Rahmen der Top-Version wiegt nur 725 Gramm, das Komplettrad bringt 7,25 Kilogramm auf die Waage. Damit ist das Crux S-Works das leichteste Gravelbike, das aktuell erhältlich ist – und ganz nebenbei auch leichter als viele Straßenrenner. Die schwerste Variante des in vier Ausstattungen erhältlichen Rads liegt bei 8,5 Kilogramm.

Specialized feiert das leichte Geländebike als Sensation: "Ein ultraleichtes Bike mit derart viel Reifenfreiheit wäre ein Durchbruch in Sachen Gravel-Performance. Mit der Aethos-Technologie wurde dieser Traum zur Realität – und zum neuen Crux", so Produktmanager Stewart Thompson. In der Tat dürfte das Gewicht eine schwer zu toppende Benchmark sein. Das leichteste, bisher bei TOUR getestete Gravelbike, ein OPEN U.P. mit allerlei Tuning-Teilen, wog 7,6 Kilogramm.

Fotostrecke: Specialized Crux

Reifenbreite bis 47 Millimeter
Mit einer maximalen Reifenbreite von 47 Millimetern – auf 27,5 Zoll-Laufrädern sind sogar bis zu 53 Millimeter möglich - soll der Komfort abseits asphaltierter Wege nicht leiden. Serienmäßig kommt das Crux mit 38 Millimeter-Pneus.


Vollgas oder nix
Die Idee hinter dem Rad erschließt sich schon nach wenigen Metern. Sowohl auf verwurzelten Waldwegen als auch auf der Straße kann man nicht anders, als Vollgas zu geben. Das Rad in der S-Works-Version ist unglaublich agil und wendig. Bei unserer Probefahrt fühlten wir uns an Ausfahrten mit klassischen Wettkampfrennern erinnert.

Preise zwischen 4.000 und 12.200 Euro
So viel Offroad-Spaß hat aber seinen Preis. Das Crux S-Works mit SRAM Red eTap AXS und Carbon-Komponenten von Roval liegt bei stolzen 12.200 Euro – und richtet sich damit nur an einen elitären Kreis von rennorientierten Gravel-Fahrern. Die Einstiegsversion Crux Comp kostet 4.000 Euro und ist mit mechanischer SRAM Rival und DT Swiss-Laufrädern ausgestattet. Standardmäßig gibt es das Rad nur mit Einfach-Antrieben von SRAM, ist laut Specialized aber auch mit Zweifach-Gruppen kompatibel. Zudem sind zwei Rahmensets zu 4.500 beziehungsweise 3.000 Euro erhältlich. 

Technische Daten
- Einsatzbereich: Gravel, Cyclocross
- Preis: 4.000 (Comp), 6.000 (Expert), 8.000 (Pro), 12.200 Euro (S-Works)
- Material: Carbon
- Rahmengewicht: 725 Gramm (S-Works), 825 Gramm (Base)

Julian Schultz/Kristian Bauer am 07.10.2021
    Anzeige
  • Branchen News
    Anzeige
  • Das könnte Sie auch interessieren