Scott Addict Gravel Scott Addict Gravel

Neues Gravelbike

Scott präsentiert Addict Gravel

Julian Schultz am 08.07.2021

Sechs Jahre nach der Erstpräsentation hat Scott sein Gravelbike komplett überarbeitet. Dank Anleihen aus dem Straßensegment entwickelten die Schweizer eine waschechte Rennmaschine für Schotter. Wir haben das neue Modell bereits vor dem offiziellen Launch testen können.

Von Aerodynamik bis Integration: Insgesamt sechs Ziele setzten sich die Scott-Ingenieure bei der Entwicklung des neuen Addict Gravel, das 2015 das Licht der Welt erblickte. Mit dem "Schotterrad" von damals hat das aktuelle Modell allerdings nicht mehr viel gemein. Rahmen und Gabel bieten nun Platz für bis zu 45 Millimeter breite Reifen, die tiefen Sitzstreben sollen auf ruppigem Terrain zusätzlich den Komfort erhöhen. Gleichzeitig verspricht Scott dieselbe Rahmensteifigkeit wie beim Straßenrenner Addict RC. Auch beim Gewicht nutzen die Schweizer ihre Expertise aus dem Road-Bereich, Rahmen und Gabel des Top-Modells (Addict Gravel Tuned) bringen es laut Herstellerangaben gerade einmal auf 1.325 Gramm.

Fotostrecke: Scott Addict Gravel

Vollintegrierte Züge
Ein Highlight des Addict Gravel ist die Kabelintegration, die wiederum ans gleichnamige Straßenmodell angelehnt ist. Dem Tuned-Modell ist ein spezielles Aero-Cockpit vom hauseigenen Spezialisten Syncros vorbehalten. Die 335 Gramm leichte Lenker-Vorbau-Kombi sieht nicht nur schick aus, sondern soll dank spezieller Spacer mit Klick-Funktion unkompliziert in der Höhe angepasst werden können. Alle anderen Ausstattungsvarianten kommen mit zweigeteiltem Cockpit. Bei allen Versionen lassen sich GPS-Computer oder Frontlampe mittels integrierter Halterung anbringen.

Zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten
Um den Einsatzbereich zu erweitern, können Schutzbleche montiert werden. Auch das war beim in die Jahre gekommenen Vorgänger, der auf einem Cross-Modell basierte, nicht möglich. Praktisch sind zudem die Befestigungspunkte für eine Oberrohrtasche oder eine Toolbox am Unterrohr. Damit soll auch ausgedehnten Bikepacking-Abenteuern nichts im Wege stehen.

Erster Fahreindruck
Bei unseren Testfahrten rund um Scotts Hauptsitz im schweizerischen Givisiez bestätigte das Addict Gravel mit Shimanos GRX-Gruppe allerdings seinen rennmäßigen Charakter. Die Sitzposition fällt sportlich, das Lenkverhalten direkt aus. Entsprechend wohl fühlt sich das Rad auf breiten Schotterwegen, auch auf Asphalt kommt man schnell voran. Je ruppiger es aber wird, desto unsicherer fühlt sich das Gravelbike an. Daran können auch Tubeless-Pneus mit geringem Reifendruck nichts ändern. An unserem Testrad waren die neuen Schwalbe G-One R montiert.

Fünf Ausstattungen, Preise ab 2.599 Euro
Insgesamt bietet Scott fünf Ausstattungsvarianten an. Los geht’s mit dem Addict Gravel 30, das für 2.599 Euro mit Shimanos GRX-Gruppe und Zweifach-Garnitur (46/30, 11-34 Z.) ausgestattet ist. Für Frauen gibt es eine Contessa-Version mit den identischen Spezifikationen. Die übrigen Varianten sind ausschließlich mit SRAM-Funkschaltung ausgestattet, wobei das Mittelklasse-Modell Addict Gravel 20 zu einem späteren Zeitpunkt mit spezieller Gravel-Gruppe von SRAM erhältlich sein soll. Das 8.699 Euro teure Addict Gravel Tuned als Top-Version kommt mit Red eTap AXS (46/33, 10-36 Z.) und bietet als einziges Modell ein integriertes Cockpit sowie ein Rahmenset mit höherwertigen Carbonfasern.

Julian Schultz am 08.07.2021
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