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Radprofis gegen UCI

Scheibenbremsen: CPA wettert gegen UCI

Kristian Bauer am 03.12.2015

Die Fahrergewerkschaft CPA hat in einer Pressemitteilung gegen die Pläne der UCI zur Einführung von Scheibenbremsen gewettert. Hauptvorwurf: Die Rennfahrer würden nicht gehört.

"Natürlich ist unser Sport auch ein technischer Sport. Forschung und Entwicklung sollten nicht eingeführt werden ohne dass die Belange der Fahrer berücksichtigt werden – besonders wenn es um die Sicherheit geht", heißt es in einer Pressemitteilung der CPA. Zwar spricht sich die Fahrergewerkschaft nicht explizit gegen Scheibenbremsen aus, verweist aber auf  Argumente, die gegen eine schnelle Einführung sprechen: "Bei mehreren Gelegenheiten haben wir die vielen Probleme dargestellt, die mit dieser Technologie verbunden sind."

Die CPA fordert bei dieser, "für die Fahrer wichtigen Entwicklung", mehr Mitsprache und betont, dass die Fahrer sich oft nicht frei äußern könnten. Die Fahrergewerkschaft, die vom Ex-Profi Gianni Bugno als Präsident geführt wird, verlangt die Aufnahme in die Technische Kommission der UCI, in der sie bisher keinen Vertreter stellt.

"Wir haben viele Kommentare und Vorschläge von Fahrern bekommen, die sich nicht öffentlich äußern können. Es ist bekannt, dass die Fahrradindustrie ein wichtiger finanzieller Partner unseres Sports ist und es manchmal schwierig ist, sich dem entgegen zu stellen", heißt es weiter.

Die CPA reagiert damit auf eine Pressemitteilung der UCI die einen Test der Scheibenbremsen 2016 bei allen Profi-Rennen erlaubt. Obwohl das als Verlängerung der Testphase bezeichnet wird, ist der Einsatz von Scheibenbremsen im Profi-Radsport damit faktisch freigegeben. Die offizielle Einführung wird für 2017 erwartet. Spannend bleibt die Frage, wie viele Teams die neuen Bremsen in dieser Saison einsetzen werden.
 

Kristian Bauer am 03.12.2015