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MPCC kritisiert Froome-Freispruch

Profi-Teams fordern Rücktritt des WADA-Präsidenten

Kristian Bauer am 25.10.2018

In einem offenen Brief hat der MPCC den Rücktritt des WADA-Präsidenten Craig Reedie gefordert. Der Verband Mouvement Pour un Cyclisme Crédible umfasst derzeit sieben Teams der World Tour.

Der MPCC begründet seine Forderung mit verschiedenen Entscheidungen der letzten Jahre, die den Antidoping-Kampf schwächen würden. So wurde der Freispruch von Chris Froome deutlich kritisiert: "MPCC kritisiert, dass Sanktionen nicht gleich ausgesprochen werden und Verfahren nicht gleich ablaufen, was für die Glaubwürdigkeit des Sports verheerend ist". Weiter heißt es: "Der Umgang mit dem Fall Chris Froome zeigt klar, dass die WADA sich in Widerspruch zu ihren eigenen Regeln befand".

Weiter kritisiert der MPCC die Widerzulassung der Russischen Antidoping Agentur RUSADA. Zunächst seien daran konkrete Bedingungen geknüpft worden. Obwohl diese aber nicht erfüllt wurden, erfolgte die Wiederzulassung.

Ebenfalls kritisiert wird das jahrelange Wegschauen beim Missbrauch von Tramadol, die unzureichenden Kontrollen bei Mannschaftsportarten und das Versagen der WADA im Umgang mit der Affäre Puerto 2006.

Folgende Kernbotschaft teilt der MPCC in seinem Offenen Brief mit: "Der MPCC weigert sich zum Komplizen der dubiosen WADA-Entscheidungen zu werden".

Im Verband Mouvement Pour un Cyclisme Crédible sind derzeit die WorldTour-Teams AG2R la Mondiale, Bora-hansgrohe, Dimension Data, Education First, FDJ, Lotto-Soudal und Sunweb organisiert. Außerdem sind 23 Pro Continental Teams, 9 Continental und 6 Frauen Teams Mitglied.

Der komplette Text im Wortlaut

Kristian Bauer am 25.10.2018