Cadel Evans

Unbekannt

 · 30.06.2008

Cadel Evans
Cadel Evans Bereits als Mountainbiker war Cadel Evans hoch talentiert und sehr erfolgreich – doch es dauerte einige Jahre, ehe sich der Australier vom Ruf des Bruchpiloten frei machte, sich durch ein Leistungstief kämpfte und sich nun die Favoritenrolle für die Tour de France erarbeitet hat

Bereits als Mountainbiker war Cadel Evans hoch talentiert und sehr erfolgreich – doch es dauerte einige Jahre, ehe sich der Australier vom Ruf des Bruchpiloten frei machte, sich durch ein Leistungstief kämpfte und sich nun die Favoritenrolle für die Tour de France erarbeitet hat.

Woher der Gegner so schnell kam, wusste Cadel Evans hinterher Verpflegungszone auf Spanien-Rundfahrt hatte sich der Teamkollegen umgesehen – und als er wieder nach vorne blickte, so erinnert er sich, kreuzte ein Rennfahrer seine Fahrlinie. Evans stürzte, der Schmerz kam, und die Ärzte brachten die Gewissheit: das Schlüsselbein war gebrochen – zum dritten Mal im Laufe der Saison 2003. Im April erst war der Australier beim Amstel Gold Race mit anderen Rennfahrern an einer Temposchwelle zu Boden gegangen und fünf Wochen später beim Rennen Rund um die Hainleite bei Tempo 60 auf eine Verkehrsinsel gekracht. Geholt hatte T-Mobile-Teamchef Walter Godefroot den 1,74-Meter-Mann als großen Hoffnungsträger für eine Spitzen platzierung bei der Tour de France, empfohlen hatte er sich als Träger des Rosa Trikots beim Giro d’Italia 2002.

Verlagssonderveröffentlichung

Doch statt sein Talent zu bestätigen, hatte Evans nach einem Jahr in Magenta seinen Ruf als Bruchpilot weg. In der darauf folgenden Saison 2004 bewies Evans zwar im Juni sein Talent als Kletterer, als er zum zweiten Mal nach 2001 die Österreich-Rundfahrt gewann, doch die Sportlichen Leiter bei T-Mobile trauten dem ehemaligen Mountainbiker nicht zu, die erste, hektische Woche in Frankreich sturzfrei zu überstehen, um dann ein wertvoller Helfer für den zurückgekehrten Jan Ullrich zu werden. Statt nach Frankreich schickten sie Evans zur Sachsen-Tour. Manchmal sind es Sekundenbruchteile, beförderte. Eine lange Narbe über seiner rechten Schläfe zeugt von dem Unfall.

Doch die Serie von Unglücken scheint abgerissen zu sein. Ende April dieses Jahres sitzt Evans guter Dinge im Hotel “Park Inn” im belgischen Lüttich.

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  Kletterstarker Allrounder: Cadel Evans zeigte früh gute Form – wie hier bei Lüttich-Bastogne-Lüttich
Kletterstarker Allrounder: Cadel Evans zeigte früh gute Form – wie hier bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

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