Sattel

Einzeltest: Topeak-Sattel Allay

Kuehn am 27.05.2008

Einen unkonventionellen Beitrag zur Lösung von Sitzproblemen liefert Topeak: Beim ”Allay”-Sattel befindet sich dort, wo sich sonst die Schale zur Spitze hin verjüngt, eine mit Netzgewebe abgedeckte Luftblase.

Einen unkonventionellen Beitrag zur Lösung von Sitzproblemen liefert Topeak: Beim “Allay”-Sattel befindet sich dort, wo sich sonst die Schale zur Spitze hin verjüngt, eine mit Netzgewebe abgedeckte Luftblase. Ihr Druck lässt sich mit einer integrierten Minipumpe individuell anpassen. Wer auf herkömmlichen Sätteln zu Taubheitsgefühlen an den Genitalien neigt, kann den Druck im Extremfall so weit reduzieren, dass das Körpergewicht nur noch auf den Sitzknochen ruht und der Dammbereich komplett entlastet wird.

In der Praxis führt die aufwendige Konstruktion allerdings nicht immer zur erhofften Erlösung. Drei Fahrer, die den Sattel jeweils auf mehreren Ausfahrten testeten, bewerteten ihn von “geht gar nicht” bis “nach mehreren Tagen Eingewöhnung unproblematisch”. Übereinstimmend bewerteten sie den Sattel trotz Polsterung im Bereich der Sitzknochen als sehr hart.

Der Einstieg ins Allay-Programm mit drei Rennrad-geeigneten Modellen beginnt mit dem “Racing Sport 1.1” für 69,95 Euro, gefolgt vom “Racing 1.1” für 99,90 Euro. Die hier gezeigte Top-Version “Racing Pro” mit Carbon-Schale und Titanstreben kostet 169,95 Euro und wiegt inklusive Pumpe 249 Gramm (in Größe M). Alle Modelle gibt es in zwei Breiten, weshalb der Hersteller vor dem Kauf eine Vermessung des Sitzknochenabstandes empfiehlt.

PLUS: gut verarbeitet

MINUS: Die Top-Version ist relativ teuer

Bezug/Info: RTI Sports, Telefon 02630/9552-0; www.rti-sports.de

Foto: Daniel Simon 

Kuehn am 27.05.2008
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