Reifentest Reifentest
Reifen

Reifentest

Robert Kühnen am 23.02.2007

Sind nasse Straßen zwangsläufig Schleuderbahnen für Rennradler? Oder gibt‘s Reifen, die im Regen messbar besser haften? TOUR hat mit einer revolutionär neuen Testmethode geforscht und Erstaunliches herausgefunden. (TOUR 2/2007)

Radrennen, Marathon, RTF – das kann laufen wie es will, sobald es anfängt zu regnen, werden die Karten neu gemischt. Bergab und um die Kurven wird aus manchem Kamikaze-Treter plötzlich ein Hasenfuß, während andere Radler unbeirrt weiter jagen und um jedes Eck eine akkurate Spur in die Nässe ziehen. Mehr Wagemut, Können – oder besseres Material? Wohl von jedem etwas – wobei die Reifen die einzig messbare Größe in dieser Gleichung sind. Bietet also entsprechendes Material Vorteile? Einige Hersteller bewerben spezielle Reifen damit, dass sie auf nasser Straße besonders gut haften sollen – das wäre für Kriteriumsrennfahrer ebenso interessant wie für Alpenüberquerer. Der Kurvenräuber wahrte seine Siegchance, der Transalpinist gewänne Sicherheit bei rauschender Talfahrt im Regen, auch wenn er bewusst nicht an seine Grenzen geht.

Das Ausloten der Haftgrenze von Rennradreifen ist nicht einfach, der Grenzbereich sehr schmal. Man legt sich stärker und stärker in die Kurve, lange geht’s gut und dann plötzlich gar nicht mehr. Wer schon mal mit dem Rennrad gestürzt ist, kennt dieses Gefühl, wenn das Adrenalin beim ersten Rutschen blitzartig ins Blut schießt, aber nichts mehr zu machen ist. Das Rad gleitet unter dem Körperschwerpunkt weg, und Sekundenbruchteile später liegt man auf der Nase. Weil das kein probates Testverfahren ist, hat TOUR die Reifenhaftung in der Vergangenheit mit erheblichem Rechenaufwand bestimmt.

Diese Reifen finden Sie im PDF-Download:

• HAFTREIFEN:Conti Grand Prix 4Season, Schwalbe Stelvio Front/Rear, Schwalbe Ultremo, Michelin Pro Grip

• LEICHTLAUFREIFEN:Conti Supersonic, Schwalbe Stelvio Light

Robert Kühnen am 23.02.2007