Unterschiedliche Reifen für vorne und hinten - hier im Test auf dem TOUR-"Streitwagen" Unterschiedliche Reifen für vorne und hinten - hier im Test auf dem TOUR-"Streitwagen"
Reifen

Reifen-"Mischehen"

redakteur1 am 06.08.2003

Continental und Schwalbe sind die ersten Hersteller, die für Vorder- und Hinterrad jeweils unterschiedliche Rennradreifen bauen. TOUR hat die Paare einem intensiven Check unterzogen. (TOUR 3/2003)

Mountainbiker tun es, Motorrad- und Autorennfahrer tun es auch: Wer sportlich auf Rädern unterwegs ist, montiert vorne und hinten unterschiedliche Reifen. Breite Walzen nach hinten, schmalere Reifen vorne. Nur Rennradfahrer machten bislang kaum Gebrauch von der Möglichkeit, spezielle Gummis vorne und hinten aufzuziehen. Entsprechende Produkte wurden bisher auch nicht angeboten.

Mit der Paarbereifung, die Continental und Schwalbe nun an die Spitze ihres Faltreifenangebots gesetzt haben, schaffen die beiden deutschen Reifenhersteller erstmals ein Bewusstsein dafür, dass Vorder- und Hinterradreifen auch am Rennrad verschiedene Aufgaben erfüllen könnten. Die Produkte dazu heißen bei Schwalbe „Stelvio Evolution Front“ und „Rear“, bei Continental „GP Attack“ und „GP Force“.

Die grundsätzlichen Anforderungen an Rennradreifen sind vielfältig: leichtes Rollen, Pannensicherheit, Kurvenhaftung, Abriebfestigkeit, Bremstraktion und lange Lebensdauer. Einiges widerspricht sich jedoch. So stehen gute Hafteigenschaften und Pannensicherheit dem Leichtlauf im Weg: Haftfreudige Gummimischungen rollen schlechter. Das Gleiche gilt für Pannenschutzlagen, da sie den Reifenunterbau, die Karkasse, versteifen. Lange Lebensdauer und gute Haftung sind ebenfalls gegensätzliche Eigenschaften, da weiche und haftfreudige Gummis auch schneller verschleißen. Ohne Kompromisse geht’s also nicht.

Alles Wissenswerte über diese "Mischehen" lesen Sie im kostenlosen PDF-Download.

(Text: Robert Kühnen)

redakteur1 am 06.08.2003
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