Reifentest 2019 Reifentest 2019

Die schnellsten Rennradreifen mit 25 mm Breite

Rennradreifen im Test 2019

Jens Klötzer/Robert Kühnen am 23.09.2019

Der Rollwiderstand ist ein entscheidendes Kriterium für einen Rennradreifen. TOUR hat 12 Reifen der 25-Millimeter-Klasse getestet. Zudem vergleichen wir Reifen mit und ohne Schlauch.

Der Reifen kann bei Ausfahrten und Rennen den Unterschied ausmachen zwischen Fahrspaß und Sturz, Genuss oder Frust, Sieg oder Niederlage. Den kompletten Reifentest lesen Sie in TOUR 07/2019. Das Fazit finden Sie hier:

Die Reifen im Test:

Rollwiderstand:

TOUR Reifentest 2019

Der Rollwiderstand für 85 Kilo Systemgewicht bei 35 km/h und 7 Bar Reifendruck – auf unterschiedlichem Untergrund. Der Continental Grand Prix 5000 führt das Ranking auf guten Straßen (hellgrau) klar an und dringt mit Schlauch in Regionen vor, wo sonst nur Tubeless-Reifen zu finden sind. Der leichte Hutchinson-Reifen ist auf rauem Grund (dunkelgrau) fast gleichauf. Mavic und IRC am langsamen Ende des Testfeldes rollen zäh. Besonders auf rauen Straßen bremst Mavics Haftmischung im Vorderrad enorm.

Rollwiderstand mit/ohne Schlauch:

TOUR Reifentest 2019

Testsieger:

Continental Grand Prix 5000
Schnell und sicher: der neue Conti wird mit Top-Performance Testsieger, zusammen mit Schwalbe. Hoher Preis.

Schwalbe One
Nicht ganz so schnell wie der andere Testsieger (Conti), dafür etws leichter und mit Top-Gripwerten.

Testfazit:

Newcomer und etablierte Marken mit neuen Reifen-Modellen bereichern das Testfeld der 25-Millimeter-Klasse. Der neue Conti ist beim Rollwiderstand eine Klasse für sich, Schwalbe fährt mit besserer Haftung, aber nach Noten gleichauf. Doch die beiden Testsieger sind bei weitem nicht die einzigen guten Reifen. Vor allem gibt es auch deutlich günstigere Modelle und solche, die in einzelnen Disziplinen hervorragend abschneiden.

Reifenprofil kann die Haftung verbessern
Filippo Galli, Entwicklungsingenieur Fahrradreifen, Pirelli zum Thema Reifenprofil und Grip.

Interview Robert Kühnen
TOUR Wozu brauchen Rennradreifen ein Profil?

GalliWasserverdrängung ist kein Thema, weil ein Fahrradreifen nicht aufschwimmt, aber Grip und Aerodynamik können mit einem Profil optimiert werden.

Wodurch bringt das Profil zusätzlichen Grip?

Mit Profilschnitten verformt sich der Reifen stärker, weil er weniger steif ist, damit lässt sich beeinflussen, wie gut sich der Reifen in Schräglage an den Boden schmiegt, besonders auf rauen Untergründen. Wir richten das Profil so aus, dass es senkrecht zu den auftretenden Kräften liegt.

Rennradreifenprofile sind sehr unterschiedlich. Diamantprofil, Längsrillen oder Rillen quer zur Fahrtrichtung: Welches funktioniert hinsichtlich der Haftung am besten und warum?

Unsere Philosophie ist es, das Profil entsprechend der Richtung der Kräfte anzuordnen, die auf den Reifen einwirken. Bei Geradeausfahrt kommt kaum Profil in Bodenkontakt, das ist gut für maximales Tempo. Der beste Zeitfahrreifen ist daher ein Slick. Lehnt man sich in die Kurve, wird die Reifenschulter zunehmend radial belastet – dort orientieren wir unser Profil zunehmend schräg zur Fahrtrichtung.

Wie stark beeinflusst das Profil die erzielbare Kurvengeschwindigkeit?

Nicht sehr stark. Aber das Feintuning des Profils kann Haftung und Feedback des Reifens an den Fahrer verbessern, weshalb unser Four-Seasons-Modell mehr und tiefere Schnitte besitzt. In der Entwicklung wird die Gummimischung in der Steifigkeit auf den Unterbau des Reifens abgestimmt. Den gleichen Effekt kann man aber auch über das Profil erreichen.

Sollte das Profil vorne und hinten gleich ausgerichtet sein?

Wir empfehlen das Profil vorne und hinten gleich auszurichten, um den Grip zu optimieren.
 


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Jens Klötzer/Robert Kühnen am 23.09.2019