Rahmen

Vogel Rahmen

Kuehn am 31.01.2009

Ulrich Vogel hat als Visitenkarte eine sehr individuelle, überaus gekonnte Interpretation des klassischen Stahlrahmens abgeliefert. Bestimmendes Gestaltungsmerkmal des filigranen Schönlings ist der spielerische Umgang mit verschiedenen Rohrverbindungstechniken.

Ulrich Vogel hat als Visitenkarte eine sehr individuelle, überaus gekonnte Interpretation des klassischen Stahlrahmens abgeliefert. Bestimmendes Gestaltungsmerkmal des filigranen Schönlings ist der spielerische Umgang mit verschiedenen Rohrverbindungstechniken. Ober- und Unterrohr sind in selbst entwickelten Muffen ans Steuerrohr gelötet, Ober- und Sitzrohr dagegen treffen stumpf ohne Muffen aufeinander. Die Form der vorderen Muffen greift Vogel noch einmal am Übergang von Sitzrohr und Sattelstütze auf. Letztere hat er ins Rohr gelötet; um einen gewissen Verstellbereich des Sattels zu bewahren, montierte er eine optisch nicht ganz zum Rahmen passende Sattelklemmung von Ritchey – ein Kompromiss, da Vogels eigene, zierlichere Klemmung nicht rechtzeitig fertig wurde.

Ein weiteres sehenswertes Detail ist die filigrane Gabel, deren gerade Scheiden im Gabelkopf des legendären Max-Rohrsatzes von Columbus stecken. Dazu hat Vogel einen passend zum Rahmen lackierten Vorbau mit innenliegender Klemmung gelötet, der die Technik eines modernen Ahead-Vorbaus mit der klassischen Optik eines Schaftvorbaus vereint. Erfreulich, dass sich der hohe Aufwand nicht im Preis widerspiegelt, der mit 1.800 Euro für das Rahmen-Set inklusive Vorbau akzeptabel ist.

Erfreulich auch, dass die Steifigkeitswerte trotz schlanker Optik eine entspannte Fahrt erwarten lassen.

PLUS: fahrstabil; guter Federkomfort am Sattel

MINUS: Rahmen und Gabel relativ schwer; empfindlicher Lack

Web: www.vogel-rahmenbau.de

Kuehn am 31.01.2009
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