Rahmen

Agresti-Rahmen

Kuehn am 31.01.2009

Mit knapp 1.800 Gramm ist der unlackierte Rahmen kein Leichtgewicht, dafür protzt er mit hohen Steifigkeitswerten.

Nackt und ungeschönt legt der von nichts als Klarlack geschützte Verbund aus Dedacciai-EOM- und Columbus-Life-Rohren die Spuren seiner Entstehung offen: Flugrost auf nacktem Stahl, Schmauchspuren an den Fügestellen der Rohre, Feilstriche überall dort, wo Lotreste zu beseitigen waren. Dass diese Art von Purismus Liebhaber findet, merkte Rahmenbauer Stefano Agresti auf der letzten Fahrradmesse Eurobike. Dort erntete der “raw look” seiner Rahmen mindestens so viel Lob wie Ablehnung – und nichts dazwischen. Eine Bewertung der Verarbeitung ist hier schwierig, eines aber lässt sich sicher sagen: Agrestis Schweißkunst ist makellos.

Mit knapp 1.800 Gramm ist der unlackierte Rahmen kein Leichtgewicht, dafür protzt er mit hohen Steifigkeitswerten. Im krassen Kontrast zum Rahmen die edle Ausstattung: Antrieb und Bremsen entstammen Campagnolos Chorus-Gruppe, Laufräder, Sattelstütze und Vorbau kommen vom Leichtbau-Spezialisten tune. Inklusive des edlen Kernleder-Sattels von Brooks bringt es das Rad auf respektable 8,2 Kilo. Der Preis des Unikats liegt bei 4.100 Euro, der im Wortsinn “nackte” Rahmen mit Gabel kommt auf 1.450 Euro.

Wer sich am “raw look” sattgesehen hat, kann Rahmen und Gabel später immer noch lackieren lassen.

PLUS: fahrstabil; guter Federkomfort am Sattel

MINUS: Rahmen und Gabel recht schwer; korrosionsanfällig

Web: www.agresti.de

Kuehn am 31.01.2009
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