Laufräder

Laufräder

Jens Klötzer am 30.08.2009

Im Labor seziert, in der Praxis getestet, auf dem Prüfstand geknechtet: 14 Laufradsätze von 150 bis 2.900 Euro. Preiswert gegen teuer, Alu gegen Carbon, Kasten- gegen Hochprofil. Wir sagen, wer das Rennen macht.

Laufräder begeistern Rennradler, sie gehören zum beliebtesten und wirkungsvollsten Tuning des Rades. Möglichst leicht, steif und windschnittig sollen sie sein, perfekt rund laufen und super aussehen. In der bunten Vielfalt an Felgenformen, Speichenzahlen, Materialien oder Einspeichmustern geht der wichtigste Aspekt der Rundlinge jedoch manchmal etwas unter: Die Dinger sollen rollen. Sie sollen den Piloten tragen, und zwar möglichst weit und bitte wartungsfrei. Ganz schön viele Anforderungen. Schwer vorstellbar, dass ein Laufradsatz für 150 Euro die genauso meistert wie einer für knapp 3.000 Euro – aber genau das ist in etwa die Spanne, die der aktuelle Markt für Rennradlaufräder umfasst. Anders gefragt: Sind Laufräder, die das Zwanzigfache eines preiswerten Modells kosten, tatsächlich so viel besser, und sei es nur in einer einzigen Disziplin, zum Beispiel beim Gewicht? Eine spannende Frage, weshalb wir für diesen Test insgesamt 14 Laufradmodelle ausgewählt haben, die einen sehr guten Querschnitt durch das Angebot darstellen. Das Spektrum reicht vom preiswerten “Khamsin”- Laufrad von Campagnolo für 150 Euro bis zu Mavics “Cosmic Carbone Ultimate” für 2.900 Euro.

KURZ & KNAPP

Dank des innovativen Ansatzes von Mavics “R-SYS”-Rädern geht der Sieg in diesem Test nach Frankreich. Ansonsten haben Wettkampf-Laufräder die Nase vorn: moderne Konstruktionen mit viel Carbon, leicht und steif, aber sehr teuer und nur eingeschränkt alltagstauglich. Sie unterscheiden sich von den Alu-Modellen vor allem im Gewicht und der Wartungsfreundlichkeit, was jedoch in keiner Relation zum Preis steht. Den Rollentest überstehen die meisten Räder schadlos, am wenigsten beeindruckt zeigen sich die Modelle vom Spezialisten Mavic.

Diese Laufräder finden Sie unten im PDF-Download:

Campagnolo Khamsin

Campagnolo Shamal Ultra

DT Swiss RR 1450 Classic

Easton EA 90 SLX

Fulcrum Racing 7

Fulcrum Racing Zero

Mavic Aksium Race

Mavic R-SYS

Shimano WH-RS 10

Shimano Dura Ace WH-7850-C24-CL

Tune Mig45/Mag150/Mavic

• Wettkampflaufräder: Lightweight Standard III, Mavic Cismic Carbone Ultimate, Zipp 404 NT 

Technisches Highlight: Die Tune-Nabe mit Flanschen und Achsen aus Carbon sowie der Verzahnung aus Titan

Kaum noch Metall: Felge, Speichen und Nabenkörper bestehen bei Mavics „Cosmic Carbone Ultimate“ aus Carbon

Laubsägearbeiten auf höchstem Niveau: Den Lightweight-Rädern sieht man an, dass viel Handarbeit in ihnen steckt

DT Swiss: Alles, was man wissen muss: Felgenmaße, Gewicht, Speichenlängen, Maximaldruck und Gewichtsbegrenzung auf einem kleinen Felgenaufkleber

Jens Klötzer am 30.08.2009
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