Für TOUR mussten neun Bremsen auf den Prüfstand Für TOUR mussten neun Bremsen auf den Prüfstand
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Rennradbremsen

Robert Kühnen am 29.08.2004

Wer schnell fahren will, muss auch hart bremsen können. TOUR hat neun Rennradbremsen zwischen 45 und 850 Euro unter die Lupe genommen und sagt, welche Modelle hart und zuverlässig zupacken. (TOUR 8/2004)

Gehört es zu Ihren Leidenschaften, auf Passabfahrten das Tempo zu genießen und dynamisch um die Kehren zu pfeifen? Dann kennen Sie womöglich die Erfahrung, wenn Bremsen, die bei niedrigen Geschwindigkeiten kräftig zubeißen, bei hohem Tempo ihre Wirkung verlieren. „Fading“ heißt dieses Phänomen, das TOUR bereits 1998 untersuchte. Schon damals offenbarte das System der Felgenbremse eklatante Schwächen bei Versuchsfahrten.

Da sich seither am Bauprinzip der Rennradbremsen wenig geändert hat, ist das Problem des Fadings weiterhin virulent. Dem Trend zur Scheibenbremse bei Mountain- und Trekkingbike zum Trotz werden Rennräder nach wie vor mit kleinen Gummiklötzchen und Seilzügen gebremst. Allerdings: Praxiserfahrungen mit den Bremsen der neuen Dura-Ace-Gruppe von Shimano zeigen, dass sich auch dieses antiquiert wirkende System verbessern lässt. Die neuen Stopper aus Japan arbeiten deutlich besser als alles, was man bislang gewohnt war. Zeit also, aktuelle Rennradbremsen in einem detaillierten Test zu überprüfen.

KURZ & KNAPP

Der Test zeigt, dass die meisten Bremsen auf einem einheitlich hohen Niveau liegen und untereinander weitgehend austauschbar sind. Ob 50 oder 200 Euro – über die Bremsleistung entscheidet fast ausschließlich der Bremsbelag. Durch die clevere Kombination von Bremszange und Belag kann man die Leistung jeder Bremse drastisch steigern.

TOUR-Tipp: Der Belag aus Shimanos Zehnfach-Dura-Ace (R55 C2) ist außergewöhnlich leistungsfähig und hat sich auch bei Testfahrten im Regen bewährt – erste Wahl beim Nachrüsten von Shimano-kompatiblen Bremsen!

Diese Bremsen finden Sie im Test:
Campagnolo Record und Centaur, Carbon Crew, Mavic SSC, Shimano Dura Ace und 105, WCW Brake Muscle, Xtreme Pro Bite Zone, Zero Gravity

Robert Kühnen am 29.08.2004
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