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Markenvergleich Campagnolo / Shimano

Manuel Jekel am 17.03.2006

Kaum noch Campagnolo, dafür Shimano allerorten: Das Duell der beiden großen Komponentenhersteller scheint zugunsten der Japaner entschieden. Aber warum eigentlich? Bestimmen Technik, Design oder der Preis das Image und die Kaufentscheidung? TOUR hat nachgeforscht. Außerdem: Shimano Ultegra und Campagnolo Centaur im direkten Vergleich.

Mögen Sie gerne rohen Fisch, gesäuerten Reis und Seetang, die Zutaten des japanischen Nationalgerichts Sushi? Oder schmeckt’s Ihnen besser bei Pasta, Pizza und Tiramisu? Für die Mehrheit der Deutschen – Rennradler inbegriffen – ist die Antwort klar. Darum ist es mancherorts inzwischen leichter, eine Pizzeria zu finden als ein gutbürgerliches Lokal. Japanische Restaurants gelten dagegen immer noch als exotisch und elitär.

Damit stehen die kulinarischen Vorlieben im krassen Gegensatz zum Kaufverhalten der heimischen Rennradfahrer – zumindest, wenn es um Komponenten geht. Der Marktanteil des italienischen Herstellers Campagnolo, bis in die 1980er Jahre Weltmarktführer für hochwertige Rennradtechnik, dürfte heute bei etwa 20 Prozent liegen, womöglich sogar darunter. Dies dokumentieren zumindest die Zahlen der alljährlichen TOUR-Leserbefragung. 1999 gaben 29 Prozent der Befragten an, Campagnolo-Komponenten an ihren Rädern montiert zu haben. 2005 waren es noch 24 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil des Erzrivalen Shimano auf 75 Prozent.

Düstere Zeiten also für Campagnolo? Bei Rädern zwischen 1.000 und 2.000 Euro, dem stärksten Marktsegment in Deutschland, ist die Antwort eindeutig. Hier herrscht ein harter Preiskampf, in dem Shimano klar führt. Die Japaner haben in der funktional und optisch erstklassigen Ultegra-Gruppe sowie der gerade neu vorgestellten 105-Gruppe zwei Eisen im Feuer, während Campagnolos Neuheiten- Schmiede in der Mittelklasse seit einiger Zeit kalt bleibt – die Centaur-Gruppe ist in die Jahre gekommen.

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Manuel Jekel am 17.03.2006
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