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33.000 Radsportler bei Momentum 94.7 Cycle Challenge in Johannesburg

Andreas Kublik am 20.11.2014

Für das Jedermann-Rennen Momentum 94.7 Cycle Challenge in Johannesburg (Südafrika) hatten sich laut Veranstalter rund 33.000 Radsportler zum Start angemeldet: Das riesige Feld startete in Dutzenden Startblöcken. Damit ist das Jedermann-Rennen in der Vier-Millionen-Einwohner-Stadt die weltweit zweitgrößte Radrennveranstaltung nach der Cape Argus-Tour in Kapstadt. Unter den Teilnehmern: Marianne Vos und Gerald Ciolek

Die Sonne war kaum aufgegangen, da fiel  am 16. November um 5:30 Uhr der Startschuss für die Momentum 94.7 Cycle Challenge auf dem Gelände eines neu erbauten Einkaufszentrums im Norden Johannesburgs. Danach gingen bis 11 Uhr vormittags rund 33.000 Teilnehmer im Fünf-Minuten-Takt an den Start der anspruchsvollen rund 95 Kilometer langen Strecke. Darunter: Profis, ehrgeizige Altersklassen-Athleten, ein kompletter Startblock mit Tandems und sehr viele Startgruppen, in denen die Teilnehmer für einen guten Zwecke Geld sammelten und eine entspannte Runde auf komplett gesperrten Straßen inklusive der Stadtautobahn drehen wollten.

Der Stargast, die mehrmalige Weltmeisterin  Marianne Vos (Team Rabo-Liv) gewann auf der anspruchsvoll hügeligen Strecke das Rennen der Frauen hoch überlegen als Solistin. Bei den Männern siegte der Deutsche Till Robisch (Nachwuchsteam MTN-Qhubeka), der in Namibia lebt und dort aufgewachsen ist. Mailand-San Remo-Sieger Gerald Ciolek rollte im Feld der Jedermänner mit und genoss  die Blicke auf die Skyline der südafrikanischen Metropole – er war gerade erst wieder ins Training eingestiegen und reiste gleich weiter zum Trainingslager seines südafrikanischen Teams MTN-Qhubeka.

Die Straßensperrungen verursachten viele Staus. Aktuell berichteten die großen Tageszeitungen online vor allem darüber, dass viele Autofahrer über die Behinderungen verärgert gewesen seien. Der  Bürgermeister der Stadt, Mpho Parks Tau, der selbst das Rennen zum ersten Mal bestritten hatte, sagte zu TOUR: "Dieses Rennen ist sehr wichtig für Johannesburg. Es steht für einen gesunden Lebensstil und stärkt die Gemeinschaft. Es ist jetzt als eine Tradition etabliert. Die Leute sind daran gewöhnt. Wir bereiten die Leute rechtzeitig darauf vor. Es ist fester Bestandteil des Johannesburger Veranstaltungskalenders."

Andreas Kublik am 20.11.2014