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Rollentraining mit Bkool

Indoortraining-Software im Test: Bkool

Konstantin Rohé am 27.11.2018

Die spanische Firma Bkool produziert nicht nur Rollentrainer, sondern liefert auch gleich die passende Software mit virtuellen Strecken dazu. Was die Trainingssoftware taugt, zeigt der TOUR-Check.

Aufbau 
Das Bkool-Startmenü bietet so viele Optionen, dass man schnell den Überblick verliert – kein Wunder, dass es eine 16-seitige Gebrauchsanweisung gibt! Um "Highlights" gegen andere User fahren zu können, zum Beispiel Etappen der Spanien-Rundfahrt, muss man das Event zuerst in seinem Bkool-Account auf der Website hinzufügen. Das ist umständlich und kostet Zeit. Die Teilnahme an vir­tu­ellen Events ist schlecht planbar. Im ­Gegensatz zu Zwift werden Trikots und Zubehör nicht bei bestimmten Events oder Levelaufstiegen gezielten freigespielt, sondern der Nutzer kann seine gesammelten Erfahrungspunkte selbst in das gewünschte Material investieren. 

Strecken 
Bkool-Nutzer können GPX-Daten hoch­laden, entsprechend viele Strecken auf der ganzen Welt stehen zur Verfügung. Man sieht vorab aber nicht, ob Bkool die Strecken als 3D-Animation, als 2D-Filmmaterial oder als Landkarte aufbereitet hat. Die 3D-Grafik ist ­wenig abwechslungs- bzw. detailreich. Schon nach wenigen Fahrten hat man sich an Häusern, Steinen und Wiesen satt gesehen. Gut ist, dass es der Strecken-­Upload ermöglicht, sich gezielt auf Events auf bestimmten Strecken vorzubereiten. Es gibt auch ­einen Bahnrad-­Modus mit verschiedenen Wettbewerben, die aber nur mit min­destens zwei Usern funktionieren. Computergenerierte Gegner gibt es nicht.

Fahren 
Die Bewegung des Avatars ist hektisch, der gesamte Körper wackelt von rechts nach links. Je nach Datenbasis der Strecke kann man zwischen 3D-Animation, ab­gefilmter 2D-Landschaft und Ver­ortung auf der Landkarte hin- und herspringen. Das Filmmaterial wurde auf Lenkerhöhe aufgenommen – eine ungewohnt tiefe Perspektive. Windschatten­effekt, Sprint- und Bergwertungen oder sonstige Boni gibt es nicht. 

Info

Fazit

  • Grafik: 3/5 Sternen 
  • Fun-Faktor: 3/5 Sternen 
  • Trainingseffekt: 2/5 Sternen 
Konstantin Rohé am 27.11.2018