Training

Radtraining macht Krebspatienten fit

redakteur1 am 27.01.2006

Aktuelle Studien an der Charité Berlin haben ergeben, dass sich moderates Ausdauertraining während der Tumortherapie von Krebspatienten äußerst positiv auswirken kann. Dr. Fernando Dimeo, Leiter der Abteilung Sportmedizin an der Charité Berlin, sagt: „Radtraining eignet sich hierfür sehr gut."

Aktuelle Studien an der Charité Berlin haben ergeben, dass sich moderates Ausdauertraining während der Tumortherapie von Krebspatienten äußerst positiv auswirken kann. Dr. Fernando Dimeo, Leiter der Abteilung Sportmedizin an der Charité Berlin, sagt: „Radtraining eignet sich hierfür sehr gut. Jeder Patient, der sich belasten darf, sollte trainieren. Die Belastungen für Muskeln, Gelenke und Sehnen sind gering, der Trainingseffekt hingegen groß. Besonders für Krebskranke, die Muskelbeschwerden oder Arthrose haben, ist Radtraining – auch auf dem Ergometer – die erste Wahl.“ Der optimale Trainingsbereich liegt bei einer Intensität von 70 bis 80 Prozent der maximalen Herzfrequenz, die Dauer des Trainings beträgt etwa zu Beginn 20 Minuten, kann aber mit wachsender Fitness vorsichtig gesteigert werden.

Durch das Training vergrößert sich die Muskelmasse, das Plasmavolumen im Blut erhöht sich, die Muskulatur wird besser versorgt. Auch auf die Psyche wirke das regelmäßige Training positiv: „Angst, Unsicherheit und das Gefühl der Abhängigkeit werden deutlich verringert, Selbstbewusstsein und Lebensqualität steigen“, fasst Dimeo zusammen und weist auf einen weiteren positiven Trainingseffekt hin: „Behandlungsbedingte Beschwerden wie Übelkeit, Erschöpfung oder Schlafstörungen, mit denen viele Krebspatienten während der Therapie zu kämpfen haben, verringern sich bei regelmäßigem Ausdauertraining deutlich.“          

 

redakteur1 am 27.01.2006
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