Routenplanung mit Strava Summit Routenplanung mit Strava Summit

Neue Routing-Funktion für Strava-App

Strava mit neuem Routen-Tool

Konstantin Rohé am 20.04.2020

Routen-Empfehlungen auf Grundlage der Strava-Community: Von nun an schlägt die Strava-App seinen Summit-Kunden maßgeschneiderte Fahrradstrecken und Touren vor. Hilft das neue Tool Renradfahrern bei der Tourenplanung?

Täglich laden tausende Strava-Nutzer ihre Trainingseinheiten – ob mit Mountainbike, Rennrad oder zu Fuß – über die App oder die Website auf der Trainingsplattform hoch und teilen sie anschließend mit gleichgesinnten Sportlern. So sind laut Strava bereits über drei Milliarden Aktivitäten aus allen Winkeln der Welt aufgezeichnet worden. Auf deren Basis hat soziale Netzwerk aus Amerika nun eine innovative Routen-Funktion installiert, die Nutzern individuell zugeschnittene Trainingsstrecken in Echtzeit empfiehlt und Radfahrer so auf neue Wege schickt. 

Routenplanung mit Strava Summit

Sobald man den Filter verändert, berechnet das Strava-Tool drei neue Routen-Vorschläge. So muss man trotz gleicher Distanz oder identischem Startpunkt nie diesselbe Tour fahren.

Routen-Tool nur für Strava Summit-Mitglieder

Das Routen-Tool in der App ermöglicht Nutzern nun erstmals einen persönlichen Zugang zu diesem gewaltigen Datenfundus. Wo auch immer die nächste Trainingseinheit geplant ist, Strava schlägt drei personalisierte Routen vor, die nach Aktivität, Distanz, Untergrundbeschaffenheit und Topografie gefiltert werden können.

Routenplanung mit Strava Summit

Das Routen-Tool von Strava ist für Radfahrer und Läufer entworfen. Eine Unterscheidung zwischen Mountainbike und Rennrad gibt es bei der Auswahl der Aktivität allerdings nicht.

Darüberhinaus liefert das Routing-Tool folgende Informationen zur geplanten Tour:

  • Geschätzte Trainingsdauer: wird auf Grundlage der Geschwindigkeiten der jüngsten Trainingseinheiten des Sportlers individuell ermittelt
  • Höhenprofil sowie Angaben zur Untergrundbeschaffenheit (Asphalt, Schotter, unbekannt)
  • Strava-Heatmap – die Popularität des Streckenabschnitte

OSM-Karten als Grundlage

Wie funktioniert der Algorithmus hinter den Routen-Tool von Strava? Die Trainingsplattform nutzt den Kartenabgleich mit Open Street Maps (OSM), um hochgeladene Aktivitäten an ein globales Netz aus Wegen, Straßen und Pfade anzupassen. Ähnlich also, wie es Garmin mit seiner "Round Trip Routing"-Funktion macht. Auch diese Funktion, die in vielen Garmin GPS-Geräten enthalten ist, berechnet auf Basis der in Garmin Connect hochgeladenen Aktivitäten eine Route zum Nachfahren. Wer das neue Routen-Tool nutzen will, braucht ein Strava Summit-Paket. In der kostenlosen Version der Strava-App ist das Tool nicht enthalten. Strava Summit kostet 7,99 Euro pro Monat oder 59,99 Euro pro Jahr.

Routenplanung mit Strava Summit

In den Details zu den vorgeschlagenen Routen wird das Höhenprofil und die Untergrundbeschaffenheit auf einer Karte dargestellt. Zoomen ist dort nicht möglich. Zudem unterscheidet Strava nur zwischen den Untergründen asphaltiert, Schotter und nicht bekannt.

Welche App liefert die bessere Routenplanung?

Strava oder Komoot sind beides Anbieter, die über diverse Filterfunktionen Routen gestaffelt nach Belag, Distanz und Zeit anbieten. Klingt identisch? Im detail unterscheiden sich beide Plattformen aber gravierend voneinander. Wo die Unterschiede liegen und welche Optionen für Rennradfahrer besonder interessant sind, das wollen wir in einem ausführliche Direktvergleich feststellen. Das Ergebnis gibt's nach unzähligen Test-Kilometern hier.

Konstantin Rohé am 20.04.2020
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