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Mehr aus dem Rennradtraining rausholen

Die besten Trainingshilfen für Rennradfahrer

Konstantin Rohé am 06.03.2020

Gutes Training auf dem Rennrad erfordert einen ganzheitlichen Ansatz: vom Ausgleichstraining bis zur gezielten Belastungssteuerung. Zahlreiche Hilfsmittel unterstützen ein gezieltes Training.

Hantelset

Warum? Nicht nur Sprinter profitieren von mehr Stabilität im Oberkörper. Denn erst mit der entsprechenden Kraft sind rennmäßige Sitzpositionen über längere Zeit überhaupt möglich. Deshalb: lieber zehn Minuten früher vom Rad und ran an die Hanteln.

Kosten? Ein Set, bestehend aus Kurz- und Langhanteln, bekommt man ab circa 100 Euro. Deutlich mehr auszugeben lohnt sich nur, wenn man einen starken Fokus auf Krafttraining legt.

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Faszienrolle

Warum? Mit Faszientraining können Radsportler schneller regenerieren und muskuläre Probleme beseitigen. Der Druck der Rolle fördert die Durchblutung, das beschleunigt den Abbau von Stoffwechselprodukten.

Kosten? Eine einfache Schaumstoffrolle für 10 bis 12 Euro erfüllt den Zweck. Wer regelmäßig seinen Rücken bearbeiten will, kann es mit etwas teureren Modellen mit speziellen Aussparungen für die Wirbelsäule versuchen.

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Yogamatte/Trainingsmatte

Warum? Vielseitig nutzbar: als Unterlage für den Smarttrainer oder für Yoga-, Kraft- und Stretching-Übungen. Und die sollten in keinem Trainingsplan fehlen.

Kosten? Yogamatten gibt’s schon für weniger als zehn Euro.

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Smarttrainer

Warum? Indoortraining ist längst nicht mehr monoton und langweilig – vorausgesetzt, man kann einen smarten Rollentrainer sein Eigen nennen. Via Bluetooth oder ANT+ lässt sich dieser mit jeder Trainingssoftware koppeln. Besonders praktisch, wenn’s draußen regnet oder schneit.

Kosten? Wer auf die Vorjahresmodelle zurückgreift, kann bis zu 30 Prozent sparen. Leistungsfähige Smarttrainer gibt’s dann ab etwa 400 Euro. Die Spitzenklasse ab 1.000 Euro läuft leiser, das Fahrgefühl ist noch realistischer. Zum Mega-Test mit 22 Smarttrainern.

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Bordcomputer

Warum? Die Schaltzentrale am Lenker führt alle gesammelten Daten zusammen – die Sichtung der Trainingsdaten spielt eine wichtige Rolle für die weitere Trainingsplanung. Die Aufenthaltszeiten in den Trainingszonen und die gefahrenen Zeiten/Leistungen an Anstiegen geben Rückschlüsse über Fortschritte. GPS-Daten sind ein Gewinn, weil sich so Streckensegmente untersuchen lassen. Selbst wenn Smartphones mittlerweile per Routing-App bei der Tourenplanung helfen können, gibt es das volle Paket einzig bei Bordcomputern mit GPS-Funktion.

Kosten? Günstige Modelle starten bei circa 100 Euro, haben aber in puncto Display, Bedienbarkeit oder Bluetooth-Kopplung mitunter ihre Tücken. Für 200 bis 300 Euro bekommt man bei den etablierten Herstellern ein Teil, das alles kann. Bei Rosebikes*, Wiggle*, B.O.C.* oder Decathlon* gibt es eine große Auswahl an Fahrradcomputer.

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Pulsmesser

Warum?
Lange Ausdauereinheiten sind gut über den Puls steuerbar. Ergänzend zum Powermeter gibt der Puls Hinweise zur Ermüdung. Je anstrengender das Training, desto schneller der Herzschlag. Aber Achtung: Die Herzfrequenz reagiert träge. Es kann Minuten dauern, bis man die Zielzone erreicht. Kurze, intensive Intervalle sollte man nach Gefühl oder mit einem Powermeter steuern.

Kosten? Günstige Brustgurte zur Herzfrequenzmessung gibt es schon ab etwa 30 Euro. Ihr Vorteil: eine größere Messgenauigkeit als bei Smartwatches.

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Kalender

Warum? Effizientes Training braucht einen Plan. Und der sollte am besten schwarz auf weiß vorliegen. Ein klassischer Kalender hilft, familiäre und berufliche Verpflichtungen mit dem Sport in Einklang zu bringen. Alternativ tut’s ein Online-Trainingsplaner oder eine entsprechende Smartphone-App, idealerweise mit Erinnerungsfunktion.

Kosten? Große Bandbreite: vom kostenfreien Kalender auf dem Smartphone über 5 bis 15 Euro für Taschenkalender bis hin zu Trainingsplanern mit monatlichen Mitgliedsbeiträgen.

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Waage

Warum? Freund und Feind des Rennradfahrers. Weniger Gewicht bedeutet mehr Watt pro Kilogramm – aber: Nicht übertreiben mit dem Abnehmen, denn nur, wer noch über Kraftreserven verfügt, kann genug Power auf die Pedale bringen.

Kosten? Günstige Produkte um 10 Euro genügen völlig. Fettmesswaagen sind meist teurer, deren Werte aber zu ungenau.

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Powermeter/Wattmesspedale

Warum? Powermeter heben das Training auf ein komplett anderes Level. Die Vorgaben sind präzise umsetzbar, Fortschritte messbar. Im Rennen lassen sich damit die Kräfte sinnvoll einteilen.

Kosten? Top-Modelle, welche die Kräfte in der Kurbel messen, kosten 800 Euro und mehr. Einseitig messende Pedale gibt es schon ab 300 Euro. >> hier erhältlich*

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>> Zum Powermeter-Test

Fotos: Adobe Stock, Borchers, Leicht, Schieder


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Konstantin Rohé am 06.03.2020