Indoortraining Indoortraining
Training

Indoortraining

Robert Kühnen am 19.12.2012

Keine Ausreden: Für fast jeden Rennradler gibt es praktische Geräte und Trainingstipps fürs Rollentraining, um mit Schwung durch den Winter zu kommen. Wir haben die Fakten.

Alle Jahre wieder: Zur Jahreswende wird es kalt und nass und dunkel – und die Verlockung wächst, sich auf die Couch zu verkrümeln. Draußen kann man ja nicht trainieren – und fürs Training auf der Rolle können sich viele nicht recht motivieren. Doch leider sind in unseren Breiten häufig drei Wintermonate zu überbrücken. Wer so lange gar nicht auf dem Rad trainiert, startet mit Puddingbeinen in die neue Saison. 

Besser also: Zug auf der Kette halten. Das geht, völlig unabhängig von Wind und Wetter, am besten mit Heimtrainern. Die einfachste Lösung für jeden: kleine Bremsen, die jedes Straßenrad zum Indoortrainer machen. Das Hinterrad wird aufgebockt und treibt eine Rolle an, die magnetisch, hydraulisch oder mit einem Windrad gebremst wird. Brauchbare Bremsen dieses Typs kosten ab 250 Euro. Eine Alternative dazu sind freie Rollen, auf denen man ohne Abstützung pedaliert und lenkt und so nebenbei auch die Balance schult. Auch klassische Ergometer, also Standfahrräder, sind eine Alternative, wenn man Platz dafür hat. Sie bieten mehr Schwungmasse und dadurch ein realistischeres Fahrgefühl. Die Preise hierfür beginnen bei knapp 1.000 Euro. Das große SRM-Ergometer, ein Gerät, das sich Trainingsinstitute und manche Profis gönnen, kostet rund 15.000 Euro. Eine Übersicht finden Sie auf der nächsten Seite.

Kein Verkehr, keine roten Ampeln

Im Prinzip kann man mit den meisten Indoortrainern vernünftig trainieren, auch mit den günstigen. Zumindest Ausdauertraining ist mit allen möglich, nicht aber Sprints beziehungsweise sehr hohe Tretleistungen. Zudem bietet Rollentraining durchaus trainingsmethodische Vorteile gegenüber dem Training auf der Straße: Weder rote Ampeln noch der Straßenverkehr stören das Training, die Effekte von Berg und Wind sind frei wählbar, sodass man die Belastung immer auf das Trainingsziel abstimmen kann. Außerdem entfallen Passagen, in denen man nur rollt – die auf der Straße aber leicht 30 Prozent der Trainingszeit ausmachen können. Training drinnen also effizienter. Alles prima – wäre da nicht der Kopf.

Wie Sie effektiv und mit Freude drin trainieren, verraten wir inklusive Trainingsplaner für die Rolle, unten im PDF-Download.

Robert Kühnen am 19.12.2012