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Günstiger Smarttrainer: Der Direto X von Elite

Der neue Elite Direto X im Test

Konstantin Rohé am 05.01.2020

Das neue Direto-Modell von Elite ist deutlich günstiger als Konkurrenzprodukte. Kann der Direto X für weniger Geld genauso viel wie vergleichbare Smartrainer?

Auf den ersten Blick beeindruckt der Direto X nicht unbedingt. Das Plastikgehäuse mit ungleichmäßigen Spalten wirkt billig. Aber unter der Haube steckt gute Technik, das wird schon nach wenigen Tritten klar. Das Tretgefühl ist satt, die Leistungsanzeige dank Drehmomentsensor sehr genau, Packmaß und moderates Gewicht erleichtern die Handhabung. Die Lautstärke ist bei niedrigem bis mittlerem Tempo gering, schwillt im Sprint aber deutlich an. Verzichtet man auf Sprints, ist das Gerät wohnungstauglich.

Zum Test des Vorgängermodells Elite Direto.

Das Fahrgefühl im Zwift-Modus ist ausgezeichnet. Die Anlage regelt sehr schnell und man sieht, was man tut. Elite bietet eine eigene App, die jedoch unter der teils kryptischen Übersetzung und schwachen Benutzeroberfläche leidet. Im Ergometermodus fällt auf, dass die Bremse bei Leistungssprüngen ungenau regelt und zu hohe Leistungen fordert; der Regelbereich hängt zudem deutlich vom gewählten Gang ab. Ein Zwölf-Monats-Abo für erweiterte Funktionen wie Trittanalyse ist im Kaufpreis enthalten. Ohne App funktioniert die Bremse als progressiver Widerstand.

Technische Daten: 

  • Preis: 729 Euro (z.B. bei Rose erhältlich*)
  • Gewicht 14,8 Kilogramm
  • Standfläche B x L: 85 x 56 cm
  • Staumaß B x L x H: 31 x 56 x 65 cm
  • max. Leistung: 2.100 Watt
  • max. Steigung: 18 Prozent
  • Lautstärke bei 27/40/66 km/h: 44/59/87 Dezibel
  • Mittlere Abweichung: 3 Watt
  • Bezug/Info www.elite-it.com/de

Fazit:

+ sehr genaue Leistungsanzeige, sehr real in Zwift, leicht und transportabel

- langsame Regelung im Ergometer-Modus

So testet Tour

Wir haben die Geräte alle in einem normal eingerichteten Wohnraum von knapp 20 Quadratmetern Größe genutzt. Zunächst wurde dazu, soweit vorhanden, die herstellerspezifische App auf einem Samsung S7 unter Android eingerichtet und die Firmware des Trainers auf den neuesten Stand gebracht. Dann wurde mittels der App eine Kalibrierfahrt ("Spindown") nach Aufwärmen durchgeführt. Die App benutzten wir im Ergometerbetrieb mit Bluetooth, um ein Intervallprogramm zu absolvieren. Dabei überprüften wir auch die Genauigkeit der Leistungsanzeige.

Als Referenz diente ein SRM-System, das wiederum mit anderen Powermetern abgeglichen war. Wir haben uns auf Ausdauerleistungen im Bereich von 150 bis 350 Watt beschränkt und dabei auch die Regelgeschwindigkeit der Trainer bei Leistungssprüngen im Intervallbetrieb geprüft.

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Abschließend haben wir verschiedene coupierte Kurse auf Zwift absolviert und das Ansprechverhalten der Bremse – die Reaktionszeit bei Geländeänderungen – überprüft sowie das Fahrgefühl bewertet. Als Verbindung zum PC nutzten wir ANT+. Die Schallpegelmessung erfolgte in einem Abstand von einem Meter zum Gerät bei drei Geschwindigkeiten: 27, 40 und 66 km/h; bei Trittfrequenzen zwischen 90 und 120 U/min. Zu beachten ist, dass der Schallpegel ein logarithmisches Maß hat. 10 Dezibel mehr entsprechen etwa einer Verdoppelung der empfundenen Lautstärke. Tiefe Frequenzen werden von der Pegelmessung unzureichend erfasst, weshalb wir diese auch im Text beschreiben.


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Konstantin Rohé am 05.01.2020
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