Die richtige Fahrtechnik für Rennradfahrer

Fahrtechnik beim Jedermannrennen

Tomek am 05.07.2006

Endlose Anstiege, rasende Abfahrten, Rollen in großen Gruppen ein Marathon stellt deutlich andere Anforderungen an die Fahrtechnik als die einsame Feierabendrunde. Wir haben die wichtigsten Tipps für Einsteiger und Experten, damit Sie und Ihre Mitfahrer heil über den Berg kommen.

Endlose Anstiege, rasende Abfahrten, Rollen in großen Gruppen ein Marathon stellt deutlich andere Anforderungen an die Fahrtechnik als die einsame Feierabendrunde. Wir haben die wichtigsten Tipps für Einsteiger und Experten, damit Sie und Ihre Mitfahrer heil über den Berg kommen.

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Endlose Anstiege, rasende Abfahrten, Rollen in großen Gruppen – ein Marathon stellt deutlich andere Anforderungen an die Fahrtechnik als die einsame Feierabendrunde. Wir haben die wichtigsten Tipps für Einsteiger und Experten, damit Sie – und Ihre Mitfahrer – heil über den Berg kommen.

 

EINSTEIGER

 

Sie wollen sicher und entspannt ins Ziel Ihres ersten Marathons gelangen und dabei auch die Landschaft genießen statt nur Sekunden zu schinden? Eine wichtige Voraussetzung dafür ist ­sicheres Fahren in der Gruppe. Für Einsteiger und Alleinfahrer ist das Fahren dicht an dicht häufig ein Stressfaktor, dem man aber mit etwas Übung begegnen kann. Trainieren Sie vor einem Marathon die Gruppenfahrt – mit Freunden, einem Radtreff, dem Verein. Dazu eignet sich jede Art von gemeinschaftlicher Ausfahrt. Im Rennen sollten Sie dann Ihr Tempo fahren und sich nicht stressen lassen. Platz 2.347 oder 2.155 ist schließlich egal, oder? Deshalb: Auch Anhalten ist erlaubt, und an den Verpflegungsstellen geht es nicht um Sekunden sondern um Genuss und darum, Kraft zu tanken.

Fahrtipps

 

• In der Gruppe vorausschauend ­fahren, Blick weit voraus, nicht auf das Hinterrad des Vordermanns

 

• Immer beide Hände am Lenker ­halten

 

• Geschwindigkeit im Feld wenn ­nötig sanft anpassen, niemals hart bremsen, schon gar nicht, wenn ­irgendwo Hektik ausbricht

 

• In Kurven die Linie im Feld halten

 

• Bergab nicht dauerbremsen, ­sondern besser immer mal wieder kurz und hart

 

• Immer möglichst rechts fahren, auch auf abgesperrten Strecken

 

• Rechnen Sie jederzeit mit über­holenden Radlern

 

 

• In schnellen Abfahrten hintereinander fahren und Abstand halten

 

• Lassen Sie sich nicht dazu drängen, schneller zu fahren als Sie wollen

 

• In Kurven nicht die Gegenfahrbahn schneiden

 

• Nicht in der Kurve bremsen

 

• Wenn bergauf die Kräfte schwinden: immer die nächste Kurve als Ziel stecken

EXPERTE

 

Ihnen geht es nicht nur ums Ankommen: Sie sehen auch die sportliche ­Herausforderung und wollen Ihre ­persönliche Bestzeit verbessern? Dann gilt es, so ökonomisch und clever wie möglich zu fahren. Das beginnt schon beim Start: Wer von weit vorne startet, hat freiere Strecke und verschleißt sich nicht mit Überholmanövern. Das Strecken­profil entscheidet über die Strategie: Ein Bergmarathon ist im Prinzip ein überlanges Einzelzeit­fahren, auf flacher Strecke spielen die Mitfahrer hingegen eine größere Rolle, da man im Windschatten viel Kraft und Energie sparen kann. Je nach Fahrsituation gilt es daher abzuwägen, ob Sie sich in Schutz und Abhängig­keit einer Gruppe begeben, oder Ihren ­eigenen Rhythmus durchziehen.

Fahrtipps

 

• Teamwork auf Flachstücken: Warten Sie auf die ­richtige Gruppe, statt alleine gegen den Wind zu kämpfen

 

• Beteiligen Sie sich an der Führungsarbeit, damit die Gruppe läuft

 

• Halten Sie bei kleineren Hügeln ­Anschluss und gehen Sie dafür auch für kurze Zeit an Ihre Leistungsgrenze

 

• Gehen Sie lange Berge gleichmäßig an, überlassen Sie Übermut anderen

 

• Auf Flachpassagen am Berg Plätze gutmachen – viele verschnaufen dort

 

• Beschleunigen Sie vor dem Wechsel in den Wiegetritt kurz, damit der Hintermann nicht auffährt

 

• Fahren Sie mit kurzem Antritt über die Kuppe und mit Schwung in die Abfahrt, das bringt Zeit

• Fahren Sie zügig aber kontrolliert ab, erholen Sie sich – große Zeitabstände werden bergauf gemacht

 

• Fahren Sie Ideallinie, ohne die ­Gegenfahrbahn zu nutzen

 

• Achtung: Kopf und Oberkörper ­können in Linkskurven durch die Schräg­lage in die Gegenfahrbahn ­ragen, auch wenn die Reifen auf der richtigen Straßenseite sind

Tomek am 05.07.2006
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