Training

Die richtige Bekleidung

Tomek am 05.07.2006

Die richtige Kleidung wählen, richtig essen und trinken, aus reichend Kraft in den Beinen haben, jedem Wetter trotzen – und dann: durchhalten, durchhalten, durchhalten. Damit Sie die „Herausforderung Marathon“ mit Spaß meistern, haben wir hier für Einsteiger und Experten alles zusammengefasst, was Sie zu den Themen Kleidung, Rad und Fahrtechnik, Training und Ernährung wissen müssen. (Texte: Carola Felchner, Robert Kühnen, Eva Stammberger, Dirk Zedler; Fotos: Dirk Deckbar, Uwe Geißler, Daniel Simon)

Fotostrecke: Artikel1435

Warmmacher

Zugegeben, der Stauraum von Trikottaschen ist begrenzt. Deshalb lassen viele Radler Jacke, Weste oder Armlinge beim Radmarathon gerne mal zu Hause, wenn es morgens trocken ist. Das kann sich jedoch böse rächen, wenn das Wetter plötzlich umschlägt oder es in den Bergen abkühlt. Tipps für funktionellen Schutz.

WESTE

 

Idealer Windschutz für den Marathon: vorne winddicht, hinten Netz oder Mikrofaser. Aktuelle Windwesten wiegen meist nur um die 100 Gramm und lassen sich faustklein zusammenpacken. Grund, sie zu Hause zu lassen gibt’s also keinen. Ein Muss in den Bergen für EINSTEIGER und EXPERTEN.

LANGFINGER-HANDSCHUHE

 

Angenehme Fingerwärmer, wenn es morgens noch kalt ist oder während des Marathons hoch hinaus geht. Achten Sie darauf, dass sie nicht zu dick sind, damit Sie noch kontrolliert schalten und dosiert bremsen können. EINSTEIGER, die in der Regel länger in der Kälte unterwegs sind und eventuell auch länger für die Abfahrt brauchen, fahren am besten mit einem leicht gefütterten Modell mit Windschutz am Handrücken (rechts). EXPERTEN reisen mit Minimal-Gepäck. Ein dünner ungefütterter Handschuh mit griffiger Innenhand reicht aus,

um die Finger nicht klamm werden zu lassen.

HELM-UNTERZIEHMÜTZE

 

Wer bergauf geschwitzt hat, wird eine dünne Unterziehmütze – übers nasse Haar ge zogen – auf der Talfahrt als angenehmen Begleiter schätzen. Ein windabweisender Einsatz an der Stirn hält EINSTEIGER-Köpfe auch nach längerer Zeit im Kalten und auf langen Abfahrten noch warm. EXPERTEN, die auf Zeit fahren, sparen sich gern die wertvollen Minuten, die es braucht, um den Helm ab- und die Mütze aufzusetzen. Eine dünne Mütze aus Funktionsfaser sollten sie trotzdem in die Trikottasche packen. Denn über den Kopf geht verhältnismäßig viel Wärme verloren. Alternative: Ein Tuch aus Funktionsfaser, etwa von Buff oder HAD. Das lässt sich klein zusammenfalten und variabel als Mütze, Stirnband oder Halstuch verwenden.

(REGEN-)JACKE

 

Schützt vor Nässe und wärmt, wenn es ab einer gewissen Höhe abkühlt. Wenn die Jacke nicht mehr in die Trikottasche passt, kann man sie auch ans Rad tapen. EINSTEIGER sollten eine Regenjacke mit getapten Nähten mitnehmen. Sie hält Wasser auch nach ein paar Stunden Fahrt noch ab (links). Alternative für EXPERTEN, denen Weste und Armlinge nicht ausreichen, sind superleichte, faustklein zusammenpackbare Jacken, die auch in Mini-Trikottaschen passen. Sie halten dem Regen nicht endlos stand, sind aber praktisch.

ARM- UND KNIELINGE

 

Schnell an, schnell aus, schnell in der Trikottasche verstaut. Sie wärmen vor dem Start und bergab genauso gut wie 3/4-Hose und Langarm-Trikot, sind aber variabler und handlicher. EINSTEIGER wie EXPERTEN sollten sie beim Marathon immer dabei haben.

ÜBERSCHUHE

 

Wärmen die Füße bei längeren Fahrten im Regen oder bei Kälte. EINSTEIGER sollten welche einpacken, denn die Füße kühlen mit am schnellsten aus. Handlichere Option für EXPERTEN: kleine Gamaschen, die nur Spann und Zehen bedecken (links).

WINDCHILL-EFFEKT

 

Bei (Fahrt-)Wind fühlt sich die Luft kälter an, als sie eigentlich ist. Windchill heißt das Phänomen (chill = Kühle, Kälte). Ein paar Beispiele, warum es gerade auf Abfahrten wichtig ist, sich warm einzupacken.

Tomek am 05.07.2006