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Der neue Top-Indoortrainer von Kurt Kinetic

Smarttrainer Kinetic R1 im Test

Konstantin Rohé am 08.01.2020

In den USA ist Kurt Kinetic einer der erfolgreichsten Hersteller von Indoor-Bikes. Wie gut der neue Smarttrainer Kinetic R 1 ist, zeigt unser Test.

Rock’n’Roll trifft Heavy Metal: Gummipuffer zwischen dem schweren, geschweißten Stahlrahmen und der Bremseinheit bewirken, dass das Rad beim Treten leicht nach rechts und links kippen kann – diese Bewegungsfreiheit ist ein Markenzeichen von Kinetic. Es erfordert zunächst ein genaues Nivellieren der soliden, klappbaren Standfüße, sonst bekommt man Übergewicht zu einer Seite.

Zu den Tests der anderen Rollentrainer für 999 Euro (UVP): JetBlack Whisperdrive, Saris H3.

Das Ergebnis gefällt: Stete Ausgleichsbewegungen in Fahrt lassen den Satteldruck nicht ganz so statisch werden wie bei einer starren Aufhängung. Der Trainer fährt surrend los, ist aber bis zu mittlerem Tempo moderat im Klang. Bei hohem Tempo kommt ein tiefes Rumpeln dazu, und es wird laut. Die Kalibrierung mit der zugehörigen App gelang uns erst nach sehr, sehr langem Anlauf. Mit neuer Firmware verbessert sich das nicht. Die Leistungsanzeige ist sehr ungenau. Das Fahrgefühl ist gut und die Regelung auf Zwift schnell, wenn man das Gerät ans Laufen bringt. In der getesteten Form für Android-Nutzer nicht empfehlenswert.

Technische Daten: 

  • Preis: 999 Euro (z.B. bei Probikekit erhältlich*)
  • Gewicht: 23,8 Kilogramm
  • Standfläche B x L: 86 x 53 cm
  • Staumaß B x L x H: 46 x 53 x 60 cm
  • max. Leistung: 2.000 Watt
  • max. Steigung: 20 Prozent
  • Lautstärke bei 27/40/66 km/h: 52/57/80 Dezibel
  • Mittlere Abweichung: 24 Watt
  • Bezug/Info www.kurtkinetic.com

Fazit:

+ Bewegungsfreiheit

- Kalibrierung sehr zäh, ungenaue Leistungsanzeige, schwer und unhandlich

So testet Tour

Wir haben die Geräte alle in einem normal eingerichteten Wohnraum von knapp 20 Quadratmetern Größe genutzt. Zunächst wurde dazu, soweit vorhanden, die herstellerspezifische App auf einem Samsung S7 unter Android eingerichtet und die Firmware des Trainers auf den neuesten Stand gebracht. Dann wurde mittels der App eine Kalibrierfahrt ("Spindown") nach Aufwärmen durchgeführt. Die App benutzten wir im Ergometerbetrieb mit Bluetooth, um ein Intervallprogramm zu absolvieren. Dabei überprüften wir auch die Genauigkeit der Leistungsanzeige.

Als Referenz diente ein SRM-System, das wiederum mit anderen Powermetern abgeglichen war. Wir haben uns auf Ausdauerleistungen im Bereich von 150 bis 350 Watt beschränkt und dabei auch die Regelgeschwindigkeit der Trainer bei Leistungssprüngen im Intervallbetrieb geprüft.

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Abschließend haben wir verschiedene coupierte Kurse auf Zwift absolviert und das Ansprechverhalten der Bremse – die Reaktionszeit bei Geländeänderungen – überprüft sowie das Fahrgefühl bewertet. Als Verbindung zum PC nutzten wir ANT+. Die Schallpegelmessung erfolgte in einem Abstand von einem Meter zum Gerät bei drei Geschwindigkeiten: 27, 40 und 66 km/h; bei Trittfrequenzen zwischen 90 und 120 U/min. Zu beachten ist, dass der Schallpegel ein logarithmisches Maß hat. 10 Dezibel mehr entsprechen etwa einer Verdoppelung der empfundenen Lautstärke. Tiefe Frequenzen werden von der Pegelmessung unzureichend erfasst, weshalb wir diese auch im Text beschreiben.


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Konstantin Rohé am 08.01.2020