Ötztaler Radmarathon 2019 Ötztaler Radmarathon 2019

Bergübersetzungen fürs Rennrad

Die richtige Übersetzung für Berge

Konstantin Rohé am 11.04.2019

Wer einen Bergmarathon wie den Ötztaler zum ersten Mal fährt, sollte sich überlegen, ob er die Übersetzung am Rad wechselt. Tipps zum Umrüsten und zu den gängigen Bergübersetzungen

Frequenz ist alles beim Bergfahren: Lockeres Treten schont Beine und Rücken und erhöht die Reichweite. Streben Sie bergauf eine Trittfrequenz von 75 bis 85 Umdrehungen pro Minute an, um auch nach mehreren Kilometern bergan noch frisch zu bleiben. Je nach Grad und Länge der Steigung kann es für den Erhalt der Trittfrquenz notwendig sein, echte Berggänge nachzurüsten.

Günstigste Option ist der Wechsel auf ein größeres Ritzel hinten, also zum Beispiel 32 oder 34 Zähne. Aber Achtung: Bei älteren Schaltgruppen muss dann meist auch das Schaltwerk getauscht und die Kettenlänge angepasst werden! Kleinere Kettenblätter erleichtern ebenfalls das Klettern: Die in TOUR 2/19 getesteten neuen Subkompaktkurbeln (48-32 und 46-30 Zähne) können sogar eine Untersetzung realisieren, bei der das kleine Kettenblatt kleiner ist als das größte Ritzel – damit sollte selbst mit Gepäck jeder Alpenpass zu bezwingen sein. Eine 50/34-Kompaktkurbel vorne und eine Kassette mit 30 oder 32 Zähnen bleibt für trainierte Fahrer eine gute Lösung. 

Die Übersetzungs-Optionen im Überblick

Standard
53/39 – Übersetzung für Profis und starke Hobby-­Rennfahrer, die über­wiegend im Flachland unterwegs sind

Semi-Compact
(oder Mid-Compact)
52/36 – für trainierte ­Hobby-Rennfahrer, die in flachem bis hügeligem Gelände radeln

Compact
50/34 – typische und sinnvolle Kombination für Hobbyfahrer, mit großen Ritzeln am ­Hinterrad auch fürs Hochgebirge geeignet

Sub-Compact
48/32 oder 46/30 – ideal für weniger trainierte Fahrer, in den Bergen oder am Reiserad mit Gepäck

Konstantin Rohé am 11.04.2019
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