Probieren Sie mal: die Pflaume

Ernährung Probieren Sie mal: die Pflaume

Unbekannt

 11/8/2005, Lesezeit: 2 Minuten

Gute und richtige Ernährung ist ein Schlüssel zum Erfolg im Sport – aber in welchem Obst und Gemüse stecken die wertvollsten Substanzen? Die neue TOUR-Rubrik klärt auf.

Von den mehr als 2.000 verschiedenen Pflaumenarten sind Zwetschge, Mirabelle und Reineclaude die bekanntesten. Die klassische Pflaume ist rundlich mit deutlich sichtbarer Kernnaht. Sie ist in der Regel blau bis violett, es gibt aber auch rote und gelbe Sorten. Allen gemeinsam ist ihr hoher Nährstoffgehalt. Zwar kann die Pflaume bei einzelnen Vitaminen keine Rekorde vermelden – aber ihr Gesamtangebot ist hervorragend. Außer den Vitaminen A und C enthält sie fast alle Vitamine der B-Gruppe, die besonders wichtig für den Energiestoffwechsel sind. Zusätzlich stecken in der Frucht reichlich Eisen, Kupfer und Zink. Pflaumen sind vor allem für ihre verdauungsfördernde Wirkung bekannt – schon seit fast 2.000 Jahren. Damals riet der Römer Marcus Valerius Martial seinen Mitbürgern: „Nimm Pflaumen für des Alters morsche Last, denn sie pflegen zu lösen den hart gespannten Bauch.“ Die Römer brachten die bis dahin unbekannte Frucht um 150 vor Christus aus Kleinasien mit und waren von Geschmack und besagter Wirkung begeistert. Und das blaue Wunder kann noch mehr: Pflaumen enthalten so genannte Anthozyane, Farbpigmente, die in roten und blauen Früchten vorkommen. Sie wirken entzündungshemmend und stärken die Abwehrkräfte. In getrockneter Form vervielfachen sich zudem die gesunden Inhaltsstoffe der Pflaume auf natürliche Weise – nur zwei Trockenpflaumen decken schon ein Drittel des durchschnittlichen täglichen Bedarfs an Ballaststoffen.

100 Gramm frische Pflaumen enthalten:
47 Kilokalorien
85,6 g Wasser
10,2 g Kohlenhydrate
1,7 g Ballaststoffe
Vitamine: C, A, B
Mineralstoffe: Kalium, Natrium, Eisen, Zink, Kupfer
Herkunftsland: Kleinasien
Saison: (in Deutschland) August bis Mitte Oktober

(Foto: Daniel Simon)