Test 2017: Windwesten für Rennradfahrer mit Reflexmaterial Test 2017: Windwesten für Rennradfahrer mit Reflexmaterial

Test 2017: Windwesten für Rennradfahrer mit Reflexmaterial

Leuchtschutzfaktor: 22 Windwesten für Männer und Frauen

Matthias Borchers am 10.04.2017

Bei der Auswahl der richtigen Windweste zählen Passform, Wetterschutz und Packmaß. Wer im Dunkeln oder bei Dämmerung gut sichtbar sein will, sollte auf leuchtende Farben und Reflexmaterial achten.

Warnwesten gehören für Autofahrer zur Standardaus­stattung wie Windwesten für Radsportler. Mit einem feinen Unterschied: Autofahrer, die bei einer Verkehrskontrolle keine Weste vorweisen können, zahlen 15 Euro Bußgeld. Für Radfahrer gibt’s weder eine Wind- noch eine Warnwestenpflicht. Wer ­jedoch bei plötzlichem Wetterwechsel oder einer langen ­Passabfahrt ohne den flexiblen Wetterschutz unterwegs ist, ­erfährt eine andere Strafe: schneller frieren.

Zugegeben, der Vergleich von Warn- und Windwesten hinkt ein wenig, denn die grelle Pelle soll Autofahrer im Pannenfall am Straßenrand davor schützen, übersehen und überfahren zu werden. Passform, Schnitt und Wetterschutz sind dafür eher zweitrangig. Der Zweck einer Windweste dagegen besteht in erster Linie darin, ihren Träger vor Fahrtwind oder Nieselregen zu schützen, um den Oberkörper vorm schnellen Auskühlen zu bewahren. Auch soll die Sportklamotte natürlich eng anliegen und flatterfrei sitzen, während von der Warnweste anderes erwartet wird. Bei der Sichtbarkeit hingegen schließt sich der Kreis wieder – auffällig leuchten und das Scheinwerferlicht von Autos ­reflektieren sollte die eine wie die andere.

Lieber schick als sicher?

Dass grelle Leuchtfarben wie Neongelb oder -orange, gepaart mit fetten, silbernen Reflexstreifen, nicht jedermanns Geschmack treffen, hat wohl vor allem modische Gründe. Dezentere Farbtöne lassen sich mit der übrigen Garderobe oder der Farbe des Renners eben besser kombinieren. Aber in Herbst und Winter, bei Nebel und Nieselregen und schlechter Sicht muss man manchem Radkollegen schon einen gewissen Leichtsinn ­attestieren, wenn er zwar schick, aber fast unsichtbar am Straßenverkehr teilnimmt.

Neben Passform, Ausstattung und Wetterschutz sollten sicherheitsbewusste Radler deshalb auf eine entsprechende Ausstattung der passenden Windweste achten. Ausschlag­gebend ist die Leuchtkraft der ­Farbe bei Tageslicht. Reflektierendes Mate­rial wird erst sichtbar, wenn es direkt von ­einer künstlichen Lichtquelle, wie beispielsweise einem Autoscheinwerfer, angestrahlt wird. Die ­Signalwirkung der Weste steigt also mit der Fläche von Leuchtfarbe und ­Reflexmaterial.

Fotostrecke: Test 2017: Windwesten für Rennradfahrer mit Reflexmaterial

Bei der Auswahl der Kandidaten für diesen Test haben wir besonderen Wert auf deren Signalwirkung gelegt. Den gesamten Test mit diesen Produkten finden Sie unten im Download-Bereich:

FÜR DAMEN:

  • Bontrager Race Windshell Vest
  • Craft Featherlight Vest
  • Löffler DA.Bike Weste WS Active
  • Mavic Vision H2O Vest
  • Pearl Izumi Elite Barrier Vest
  • Poc Avip LT Wind Vest
  • Sportful Hot Pack Hi Viz Vest (TOUR-Tipp: Testsieger)
  • Vaude WO Air Vest II

FÜR MÄNNER:

  • 7Mesh Resistance Vest
  • Assos sV.blitzFeder_evo7
  • Bontrager Race Windshell Vest
  • Castelli Perfetto Vest (TOUR-Tipp: Testsieger)
  • Craft Featherlight Vest
  • Gore Bike Wear Oxygen WS AS light Vest
  • Etxeondo Gilet Team Edition
  • Löffler HR.Bike Weste WS Active
  • Mavic Vision H2O Vest
  • Pearl Izumi Elite Barrier Vest
  • Poc Avip LT Wind Vest
  • Santini Ice 2.0 Vest
  • Sportful Fiandre Light norain Vest
  • Vaude ME Air Vest II

TOUR Titel 3/2017

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Matthias Borchers am 10.04.2017
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