Unterwäsche

Einzeltest: Frauenshirt von Odlo

Kuehn am 18.03.2008

Das Hemd ist weniger ein radspezifischer Unterzieher als ein universeller Wintersport-Begleiter. Und diesen Job macht es gut.

Früher gab’s Feinripp – das war’s. Heute sind Unterhemden High-Tech-Produkte, die an diversen Körperpartien verschiedene Funktionen erfüllen – theoretisch zumindest. Das Damen-Shirt aus Odlos “Quantum zoned function”-Linie fällt zuerst durch neonpink leuchtende, “Wärmeisolierungs zonen” genannte, Fleece-Einsätze innen an Nieren, Schultern und Ellbogen auf. Sie sind, wie der Rest des Shirts auch, angenehm weich, fühlten sich auf den Probefahrten subjektiv aber nicht anders an als gleichwertige Unterwäsche ohne solche Zonen. Und ob Ellbogen beim Radeln gewärmt werden müssen, sei dahingestellt. Doch das Hemd ist ohnehin weniger ein radspezifischer Unterzieher als ein universeller Wintersport-Begleiter. Und diesen Job macht es gut. Egal, ob intensive Belastung oder Grund lagenausdauer: Nie wird es unangenehm feucht oder kalt auf der Haut. Der Stoff leitet Feuchtigkeit schnell weg vom Körper, trocknet rasch und sitzt körpernah, ohne zu schnüren oder Falten zu werfen. Keine Kritikpunkte also – außer am Preis: 100 Euro sind einfach zu viel, selbst für ein so durchdachtes Unterhemd.

Bezug/Info: Odlo, Telefon 0041/41/78570 0, www.odlo.ch

Größen: S bis L (auch als Herrenversion erhältlich);

Preis: 100 Euro

PLUS: guter Sitz, super Feuchtigkeitstransport

MINUS: teuer

(Foto: Daniel Simon) 

Kuehn am 18.03.2008
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