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Radcomputer

Leistungsmessgeräte: 7 Powermeter im Test

Robert Kühnen am 28.04.2014

Für Leistungssportler ein Muss, doch auch für Freizeitsportler mehr als nur Spielerei: Sensoren zur Aufzeichnung der Tretleistung am Rad. Die Vielfalt dieser Powermeter nimmt zu, die Preise sinken. Lohnt jetzt der Einstieg? Und welches System eignet sich für wen? TOUR hat sieben Geräte von 699 bis 3.300 Euro getestet

Powermeter sind Messinstrumente, die Ihnen verraten, was Ihre Beine können. Sie messen die Tretleistung in Watt. Ein paar Stunden intensiver Fahrt damit ergeben bereits ein umfassendes Bild Ihrer Fähigkeiten – jedenfalls was den "Motor" betrifft. Die Daten verraten, ob Sie Sprint- oder Ausdauertalent besitzen oder was Sie im Vergleich zu anderen Sportlern zu leisten vermögen. Wattgesteuertes Training hilft Ihnen auch, auf den Punkt fit zu werden und das zu trainieren, was Sie im Wettkampf benötigen.

Für leistungsorientierte Rennradler sind Powermeter daher sehr wertvolle Werkzeuge. Wer nur zum Spaß mal seine Wattwerte anschauen möchte, kann dies natürlich auch tun. Es ist spannend zu sehen, wie die Werte am Berg steigen und im Windschatten sinken. Eher ernüchternd ist, dass die eigene Muskelleistung endlich ist und mit der Fahrzeit schrumpft. Ob Berge oder Wind, ob Start mit Pasta im Bauch oder leerem Magen – all das verraten die Daten, und man muss kein Nerd sein, um Spaß daran zu haben, sie richtig zu lesen. Bislang musste man diesen Spaß aber teuer bezahlen. Echte Leistungsmessung war für weniger als 900 Euro nicht zu haben.

Doch nun hat Stages, ein neuer Anbieter aus den USA, diese Preisgrenze durchbrochen: Das günstigste Powermeter der Amerikaner kostet 699 Euro und steckt in einer Shimano-105-Kurbel. Getestet haben wir die 200 Euro teurere Dura-Ace-Version mit identischer Messtechnik. Auch die Hinterradnaben, in der Powertap sein Leistungsmesssystemversteckt, sind nun günstiger: Kosteten leichte Modelle bis vor kurzem noch rund 1.200 Euro, liegt der Preisfür die neue G3-Nabe bei knapp 800 Euro. Neue Powermeter kommen auch von Rotor (Kurbeln) und Garmin(Pedale). Beide können die Leistung der Beine getrennt auswerten und so neue Hinweise darauf geben, was zutrainieren ist. Vervollständigt wird das Testfeld durch den neuen Type-S-Sensor von Power2max, SRAMs Red-Powermeter sowie die neue Dura-Ace-Version von SRM. Zum Test haben wir jeweils zwei bis vier Powermeter zusammen an ein Rad montiert und im Training auf der Straße sowie bei Intervallen auf der Rolle und mit einem Kickr-Trainer Vergleichsdaten erhoben. Als Computer dienten verschiedene Garmin-, SRM- und Powertap-Computer. Die Daten wurden auf allen Geräten im festen Ein-Sekunden-Takt gespeichert, anschließend in dasComputerprogramm Golden Cheetah eingelesen, zur Analyse in Excel exportiert und dort synchronisiert.

Zum Darstellen und Speichern der Daten bedarf es beim Trainieren mit Leistungsmesser eines ANT+ fähigen Radcomputers. Doch auch immer mehr Trainings-Apps für Smartphones können die Messdaten der Powermeter anzeigen. Hier gelangen Sie zum Test von vier Trainings-Apps, die man mit Leistungsmessern koppeln kann.

Den ganzen Artikel mit den Testergebnissen dieser Modelle finden Sie unten im PDF-Download:

• Garmin Vector
• Powertab G3
• Power2Max Type S
• Rotor Power
• SRAM Dura-Ace
• SRAM Red Quarq
• Stages Dura-Ace

Robert Kühnen am 28.04.2014