Klettertraum – Typisch Jura: Aus engen Tälern schlängeln sich Sträßchen auf Hochplateaus. Klettertraum – Typisch Jura: Aus engen Tälern schlängeln sich Sträßchen auf Hochplateaus.

Frankreich: Französischer Jura

Rennradtouren durch den Französischen Jura

Klaus Tödt-Rübel am 27.08.2011

Der französische Jura an der Grenze zur Schweiz ist eines der größten Ski-Langlaufgebiete Europas. Aber was machen Wintersportler im Sommer? Richtig – sie fahren Velo ...

Grün! Der Jura ist grün! Grüne Wiesen, grüne Wälder, grüne Auen. Auch das Wasser des Doubs und der Loue schimmert grün; mittendrin stehen Fliegenfischer in grünen Gummihosen, denen das Wasser um die Hüften gluckst, während sie ihre Angelschnüre durch die Luft sirren lassen. Ob die “Hexe mit den grünen Zähnen” auch aus dieser Gegend kommt? “La sorcière aux dents vertes” nennen die Franzosen, was diesseits des Rheins preußisch nüchtern “Hungerast” heißt. In den Flussniederungen des Jura wird man ihr nicht begegnen. Aber hinauf zum Mont d’Or, zum Mont Baulmes oder zu einem der anderen zahlreichen Zehnundmehrprozenter, da lauert sie.

Die “Grüne Fee” dagegen, “la fée verte”, stammt aus dem Provinzstädtchen Pontarlier. Sie machte aus Männern “wilde Biester”, heißt es, manche wurden ihretwegen gar zu Mördern. Sie gehörte auch zur Bordapotheke der ersten Tour-de-France-Fahrer, die ja bekanntlich vor nichts Angst hatten. “La fée verte” hieß im Volksmund der Absinth, der vor mehr als hundert Jahren in Brennereien in und um Pontarlier mit Wermut und anderen Kräutern destilliert und rasch zum Modetrunk in Paris wurde, erzählt Patrick Vallet, ein sehniger Mittvierziger, der in seinem früheren Leben Radprofi war und heute als Reiseveranstalter Mountainbiker, Wanderer und Skilangläufer durch den Jura führt – und uns mit dem Rennrad.

Den gesamten Artikel und die GPS-Daten zu diesen Touren finden Sie unten als Download:

• Tour 1: Die Heimat von Gustave Courbet
114 Kilometer, 1.370 Höhenmeter, max. elf Prozent Steigung

• Tour 2: Schweizer Uhrwerke
117 Kilometer, 1.270 Höhenmeter, max. 14 Prozent Steigung

• Tour 3: Ain-Fahrt
97 Kilometer, 1.830 Höhenmeter, max. 13 Prozent Steigung

• Tour 4: Auf die Piste
112 Kilometer 2.000 Höhenmeter, max. 13 Prozent Steigung

Klaus Tödt-Rübel am 27.08.2011