© Martin Kirchner
Motovun sitzt wie eine Krone auf einem Hügel über dem Mirna-Tal

Kroatien: Istrien

Wer im Frühjahr gern in die Toskana fährt, dem wird auch Istrien gefallen: die malerischen Dörfer, die grünen Hügel, das gute Essen, der exzellente Wein, die einsamen Sträßchen. Sogar Italienisch wird dort gesprochen.

Istriens Ortsschilder sind meist zweisprachig. Fast jeder hier spricht leidlich Italienisch und statt Ćevapčići werden überwiegend Pasta und Pizza serviert. Das Hinterland wird gerne als „Toskana Kroatiens“ beworben. Istrien gehörte bis zum Zweiten Weltkrieg zu Italien, war zwischenzeitlich Teil des Vielvölkerstaats Jugoslawien, seit der Unabhängigkeit 1991 zählt der größte Teil zu Kroatien. Wie zum Beweis heult aus dem Radio ein Schlagersänger Schmachtfetzen auf Kroatisch. Der Espresso kommt, währen wir schon die Landkarte studieren, in der die Ortsnamen nur auf Kroatisch stehen. Wie, bitte schön, soll man sich als Westeuropäer Žnjidarići oder Krbavčići merken? Und wie zum Teufel spricht man Vrh oder Žbevnica aus, wenn man mal nach dem Weg fragen muss?

Martin Cotar muss sich solche Fragen nicht stellen, er kennt jedes noch so kleine Sträßchen. Der 34-Jährige ist einer der wenigen kroatischen Radrennfahrer, die sich als Profi durchsetzen konnten. Ungefragt startet das ehemalige Mitglied des Post Suisse Team eine Lobhudelei auf sein heimatliches Trainingsrevier: „Du hast flaches bis welliges Terrain im Westen, eine Vielzahl kleiner, giftiger Anstiege rund um das Mirna-Tal, dazu lange Steigungen und sensationelle Abfahrten mit Meerblick im Osten.“

Alle Informationen über Istrien und die GPS-Daten zu diesen Touren erhalten Sie unten als Download:
• Tour 1:
Trüffel schnüffeln (104 km, 1.500 hm, max. 16 Prozent Steigung)
• Tour 2: Durch die Terra Rossa (131 km, 1.350 hm, max. 9 Prozent Steigung)
• Tour 3: Mare e Monti (137 km, 3.000 hm, max. 15 Prozent Steigung)
• Tour 4: Flair am Meer (69 km, 900 hm, max. 9 Prozent Steigung)

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Text: Sven Bremer
27.04.2012

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