© Matthias Rotter
Auf schmaler Asphaltspur zum eingleisigen Himbächel-Viadukt der Odenwaldbahn

Unterfranken

Im westlichsten Zipfel Bayerns durchschneidet der Main zwei Gebirge. Radler haben die Wahl zwischen dem herben Spessart und dem lieblichen Odenwald, Höhenmeter kommen hüben wie drüben reichlich zusammen.

Wenn Armin Feyrer eines nicht mag, dann sind es Hauptstraßen. In diese Kategorie fällt beim Mann vom Radsportverein TV Miltenberg alles, was breiter ist als ein asphaltierter Feldweg. Aber Feyrer kennt alle schmalspurigen Routen seiner Heimat, auch eine, die wie ein Fluss durch den Odenwald mäandert. Zuerst führt das Sträßchen aus dem tief eingeschnittenen Maintal hinauf zum Limes, dem alten römischen Grenzwall, dann mit jeder Abbiegung tiefer hinein in Odins Reich. Vom Namen des germanischen Gottes soll sich der des Mittelgebirges ableiten – da sind sich zwar nicht alle Gelehrten, aber viele Einheimische sicher.

Mit der Abfahrt von Bullau hinunter ins Tal der Mümling folgt ein weiterer Geheimtipp von Feyrer: Die Strecke liegt so versteckt, dass selbst Vereinskollege Timmo Bein, der Feyrer begleitet, sie nicht kennt. In feinster Alpenpass- Manier schmiegen sich Serpentinen an die Waldflanke. Das Gehirn schaltet auf Tunnelblick, links und rechts huschen Bäume vorbei. Verfahren kann man sich kaum, wer abzweigt, braucht ein vollgefedertes Mountainbike. Am Ende der Abfahrt schwingt sich das historische Himbächel-Viadukt in vierzig Meter hohen Bögen übers Tal. Feyrer grinst. Überraschung gelungen.

Den gesamten Artikel und die GPS-Daten finden Sie unten zum Download:

• Tour 1: Odenwalder Schleichwege (94 km, 1.350 hm, max. Höhe 543 m, max. Steigung sechs Prozent, Charakteristik hügelig)
• Tour 2: Spessart Achter (78 km, 1.330 hm, max. Höhe 468 m, max. Steigung acht Prozent, Charakteristik hügelig)

GPS-DATEN: TOUR bietet die Daten der Touren zum kostenlosen Download an. Die Tracks im GPX-Format können Sie zum Nachfahren direkt auf ein GPS-Gerät laden oder am Computer in Google Earth oder Google-Maps betrachten.

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Text: Matthias Rotter
30.09.2012

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