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Deutschland

Deutschland: Frankenwald

Heidi Schmidt am 23.09.2014

In zwei Tagen einmal quer durch den Frankenwald und wieder zurück. TOUR-Autorin Heidi Schmidt lernte im abgelegenen Nordosten Bayerns, dass man auch ohne mächtige Berge viele Höhenmeter klettern kann.

Der Frankenwald im Nordosten Bayerns ist ein eigenartiges Mittelgebirge: Obwohl viele Erhebungen die 700-Meter-Marke knacken, fehlen markante Berge. Statt ihrer machen sich wellige, gerodete Hochflächen breit, auf denen Kühe grasen und sich das Korn im Wind wiegt. Täler zerschneiden die wie von einer Axt gespal­tenen Hochflächen. Ihre steilen, teils felsigen Hänge sind dicht bewaldet, auf ihrem Grund wachsen fette Wiesen.

"Im Frankenwald gibt es keine Berge, nur Täler", heißt es. Und wer ihnen nicht nur folgen will, muss auf einer Seite ins Tal hinunter und auf der anderen wieder hinauf. Flach gibt es nicht, davor hatte mich Stefan Hofmann schon am Telefon gewarnt, der an meinen Startort Naila zu Hause ist und mich auf meiner Zweitagestour ein Stück begleitet. Gemütlich rollen wir entlang der Selbitz aus Naila hinaus. "Hier kann ich mich obdimal auf den Ödzdaler Rad maradhon vorbereiten", erzählt mir der 44-Jährige, der für eine Krankenkasse arbeitet, in weichem Fränkisch. Im letzten Jahr hat er bei dem legendären Radmarathon in seiner Klasse den achten Platz belegt und ist die 238 Kilometer und 5.500 Höhenmeter in rund acht Stunden ge­fahren. Radfahren ist sein Leben. "Klar, das Wedder ist hier nicht so sonnig und warm wie in der Dosgana oder auf Mallorga", gibt er zu, "aber Radfahren ist für mich ­Bewegung. Da gehören Regen und Kälde einfach dazu."

Den gesamten Artikel sowie die GPS-Daten für diese Touren finden Sie unten als Download:

• Tour 1: Naila – Kronach  (95 Kilometer, 1.500 Höhenmeter, max. 17 Prozent Steigung)

• Tour 2: Kronach – Naila  (71 Kilometer, 1.300 Höhenmeter, max. 16 Prozent Steigung)

Heidi Schmidt am 23.09.2014
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