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Deutschland: Elbtalauen

Sven Bremer am 07.07.2015

Hundert Kilometer südlich von Hamburg schlängelt sich die Elbe wie zu Urzeiten durch den platten Norden. Ein Naturparadies – und ein erstklassiges Revier für Rennradler, in dem sogar kurze knackige Anstiege warten.

Vom Aussichtsturm am Kniepenberg hat man einen wunderbaren Ausblick über die Elbtalauen mit Feuchtwiesen, Seen und zahlreichen Altarmen. 1997 wurde die Flusslandschaft von der UNESCO zum Biosphären­reservat ­geadelt. Scharen von Zugvögeln nutzen die Auen als Zwischen­station, Kraniche und Störche als Brutplatz, bisweilen kreisen ­Seeadler über dem Fluss. Und sogar ­Biber ­haben sich hier wieder angesiedelt.

Unsere Tour führt in zwei Tagen von Lauenburg flussaufwärts nach Pevestorf, das in der Nähe von Gorleben liegt, und flussabwärts auf der rechten Elbseite wieder zurück nach Lauenburg. Durch Schleswig-Holstein, Nieder­sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern quert die Route vier Bundesländer. Auch Markus Supplie (Mechaniker im Bike-Shop in Lüchow) ist mit seinen Rennrad-Kumpels mal linkselbisch, mal rechts­elbisch unterwegs. Rechts, also nordöstlich der Elbe, ist die Aue topf­eben und die dort verlaufende B 195, eine schnurgerade Allee, dürfte im Ranking der am wenigsten befahrenen Bundesstraßen Deutschlands einen Podiumsplatz einnehmen – ein Paradies für Rouleure. Genau diese Abwechslung macht für Supplie den Reiz aus. Seine Heimat, sagt er, habe ein paar knackige Anstiege auf Lager, aber eben auch die endlose Weite entlang des Elbstroms.

Den gesamten Artikel und die GPS-Daten finden Sie unten als Download:

• Tag 1: Linkselbisch (99 Kilometer, 400 Höhenmeter, max. 13 % Steigung)
• Tag 2: Rechtselbisch (100 Kilometer, 280 Höhenmeter, max. 2 % Steigung)

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