© Günter Standl

Mauritius

Korallenriffe, Traumstrände, Vulkanberge und exklusive Resorts – die Insel im Indischen Ozean erfüllt die Sehnsucht nach Strandurlaub in zauberhafter Landschaft. Dass man 800 Kilometer östlich von Madagaskar auch wunderbar Rennrad fahren kann, wissen fast nur einheimische Radsportler. (TOUR 12/2004)

Der Klang mancher Worte weckt eine Sehnsucht. Mauritius ist so ein Wort. Eines, das Bilder vom tropischen Garten Eden in die Köpfe projiziert. Selbst diejenigen, die fast nichts über die Insel wissen, seufzen meist ein „ach, wie schön“. Ein anderes Wort scheint weniger in die exotische Vorstellung von Stränden unter Palmen zu passen: Rennrad. Kaum ein Mauritius-Urlauber hat einen Renner im Gepäck. Dabei eignet sich das 60 mal 50 Kilometer große Eiland am südlichen Wendekreis bestens für einen Rennradurlaub.
Im flachen Norden, wo von der Erosion geformte Reste ehemaliger Vulkanschlote 800 Meter hoch aus den Zuckerrohrfeldern ragen, lässt es sich am besten rollen: unter schattigen Alleen von Flamboyant-Bäumen, die von November bis Januar flammenrot blühen; durch lichte Wälder der kiefernähnlichen Filaos, deren weiche, eingerollte Blätter wie Nadeln aussehen; vorbei am Cap Malheureux, wo sich das rot gedeckte Dach der Kirche malerisch vom Hintergrund der türkisfarben Lagune abhebt. Der Norden ist die wärmste und sonnigste Gegend der Insel – die meisten Urlauber zieht
es an die Sandstrände der Grand Baie. Nach Süden hin steigt Mauritius an, kulminiert am knapp über 700 Meter hohen Plateau Plaine Champagne, aus dem der höchste Gipfel, der 828 Meter hohe Piton de la Petite Rivière Noir ragt. Zur West- und Südküste hin bricht das Plateau steil ab – oder andersherum betrachtet: Hier liegen die härtesten Anstiege. Nach Osten senkt sich das Plateau sanfter zur einsamen Küste, an der eine der schönsten Straßen der Insel entlangführt.

Diese Routen finden Sie im PDF-Download:

Route 1: Vulkan in der Stadt
(120 Kilometer, 850 Höhenmeter, maximal 15 Prozent Steigung)
Trou d’Eau Douce – Bel Air – Beau Champ – (Abstecher zur Domaine du Chasseur) Mahébourg – Riche en Eau – Cluny – Bananes – Midlands – Seizième Mille – Curepipe – Quartier Militaire – Montagne Blanche – Bel Air – Trou d’Eau Douce

Route 2: Baderunde
(118 Kilometer, 520 Höhenmeter, maximal sieben Prozent Steigung)
Trou d’Eau Douce – Belle Mare – Poste de Flacq – Poste la Fayette – Poudre d’Or – Goodlands – Grand Gaube – Cap Malheureux – Grand Baie – Trou aux Biches – Triolet – Pamplemousses – La Nicolière – Belvédère – Centre de Flacq – Palmar – Trou d’Eau Douc

Route 3: Der Duft des Tees
(96 Kilometer, 1.300 Höhenmeter, maximal 12 Prozent Steigung)
Flic en Flac – Holyrood – Mare aux Vacoas – Grand Bassin – Bois Chéri – Grand Bassin – Chamarel (Abstecher zum Wasserfall und den „roten Böden“) – Grande Case Noyale – Flic en Flac

Route 4: Der wilde Süden
(117 Kilometer, 1.330 Höhenmeter, maximal 16 Prozent Steigung)
Flic en Flac – Grande Case Noyale – Chamarel – Plaine Champagne – Chemin Grenier – Surinam – Souillac – Riambel – Flic en Flac

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Text: Jörg Wenzel
02.02.2005

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