Mühlviertel Mühlviertel
Österreich

Österreich: Mühlviertel

Lisi Hager am 16.05.2014

Im nordöstlichen Mühlviertel hat sich ein Hotelier dem Rennradfahren verschrieben. Hügel-, kurven-, wald- und steinreich ist sein herrliches Revier.

"Ma, das wird schön!" Mit einem zufriedenen Lächeln lehnt sich Franz Rockenschraub zurück und betrachtet sein Werk. "Bin ich froh, dass ich das nicht fahren muss!", entschlüpft es ihm schelmisch zwinkernd im nächsten Moment. Satte 2.000 Höhenmeter umfasst die Runde, die er uns soeben in eine Karte eingezeichnet hat. Als knallrosa Linie durchzieht sie das gesamte Untere Mühlviertel, von Liebenau im äußersten Nordosten bis Bad Zell am Südrand der Mühlviertler Alm; auf den Abstecher bis hinunter nach Grein an der Donau hat Franz aka "Rocky" nach langem Zögern doch verzichtet. 

Wenn der Chef des Hotel Dorfwirt individuelle Touren für seine Gäste plant, hat das echten Unterhaltungswert: Begleitet von beinahe sadistischem Grinsen und regelmäßigen Ausrufen der Begeisterung, nimmt sein Leuchtstift dann immer neue Abzweigungen. Hier noch ein Hügerl, da noch eine Nebenstraße – vom herrlichen Panorama über den köstlichen Cappuccino bis zur interessanten Burgruine gibt es in Rockys Reich immer einen triftigen Grund für ein paar (Höhen-)Meter mehr.

Dass der rührige Hotelier jede Straße und jeden Anstieg seiner Heimat kennt, liegt nicht nur an seiner Vergangenheit als Triathlet und Austria4Cup-Fahrer. Auch mit dem Motorrad glüht er regelmäßig durch den Norden Oberösterreichs.

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Im Vorjahr wurde das Rennrad per Beitritt zur Angebotsgruppe "Roadbike Holidays" zum neuen touristischen Nischenprodukt seines adretten Viersterne-Betriebes. Zehn fix fertig ausgearbeitete Touren samt GPS-Daten stehen seither für radelnde Gäste bereit, dazu ein versperrbarer Abstellraum, etwas Werkzeug, ein feiner Wellnessbereich und diverse Services von der Leihbike-Vermittlung bis zum Rückholdienst. Einmal wöchentlich lädt Rocky außerdem zur geführten Tour.

Ausgehend von Liebenau, der höchstgelegenen Gemeinde Oberösterreichs, schickt der gelernte Kellner und Bäckermeister seine Gäste wahlweise in das angrenzende Südböhmen und Waldviertel, oder in das Untere, sprich östliche, Mühlviertel. Vor allem dieser Teil des Granit- und Gneishochland ist ausgesprochen hügelig. Deshalb rät Franz anfangs normalerweise zu kürzeren Touren, damit sich bei durchschnittlich 1.000 Höhenmetern auf 50 Kilometern niemand übernimmt. Nur TOUR Österreich Redakteuren brummt er vom Fleck weg das volle Programm auf – stärkt sie hierfür aber auch mit erholsamem Schlaf in Wildholzbetten und einem Frühstücksbuffet voll regionaler Kraft ...

Den gesamten Artikel aus dem TOUR-Spezial ÖSTERREICH finden Sie unten als PDF-Download.

Den Touren-Download gibt's hier www.hotel-dorfwirt.at

Lisi Hager am 16.05.2014