Pass-Steckbrief: Italien: Passo del Mortirolo Pass-Steckbrief: Italien: Passo del Mortirolo
Italien

Pass-Steckbrief: Italien: Passo del Mortirolo

Matthias Rotter am 28.02.2015

Mortirolo: Der Name grollt wie Donner durch die Radsportszene. Ehrfürchtig zittern selbst die Kletter-Experten unter den Profis, wenn sie sein zackiges Profil im Streckenplan des Giro d’Italia entdecken.

Seit 1990 spielt der Mortirolo (1.852 Meter) regelmäßig den Scharfrichter der ­Italien-Rundfahrt. Seine absolute Höhe von nicht mal 2.000 Metern wirkt neben den Nachbarn Stilfser Joch (2.757 m) und Passo di Gavia (2.618 m) wenig bedrohlich, doch die Steilrampen sind es umso mehr: 12, 13 Prozent über längere Strecken, dazu einige Passagen mit 16, auf wenigen Metern auch mal 18 Prozent – das setzt schon eine gewisse Leidensfähigkeit voraus. Der Mortirolo verbindet das obere Veltlin mit dem Val­camonica im Süden. Um sich der Pass­höhe zu nähern, kann man zwischen verschie­denen Varianten wählen, weil mehrere alte Militärsträßchen den Bergrücken wie ein Netz überziehen. Die von uns beschriebene zwischen Mazzo und Monno ist von allen Strecken die populärste, weil die Nordseite extrem schwer ist. Von ihrem Klassiker-­Status zeugt das Pantani-Denkmal 1,5 Kilometer unterhalb der Passhöhe. Bereits die Serpentinen oberhalb von Mazzo erfordern den Einsatz des Rettungsritzels, sind aber nur ein schaler Vorgeschmack.

Den gesamten Pass-Steckbrief finden Sie unten als PDF-Download.

Pass-Steckbrief: Italien: Passo del Mortirolo

Der Passo del Mortirolo lässt sich von seiner Nordwest- und Südostseite erklimmen.

Matthias Rotter am 28.02.2015