Dolomiten Dolomiten

Dolomiten – Ladinische Täler

Dolomiten: Zwischen Felsen

Heidi Schmidt am 07.03.2017

Dolomiten, das sind spektakulären Berge und ebenso schöne wie vielbefahrene Passstraßen. Wenig bekannt ist, dass sich zwischen den Gebirgsstöcken auch einsame Wege verstecken

Die fünf ladinischen Dolomitentäler sind das Gader- und Fassatal, Gröden, Buchenstein (auch Fodom genannt) und Ampezzo, eine Landschaft, die deckungsgleich ist mit dem  Gemeindegebiet von Cortina d’Ampezzo. Die Täler liegen in Südtirol, Belluno und im Trentino – im Osten begrenzt vom Eisacktal und im Norden vom Pustertal. Die Ladiner pflegen ihre Sprache und Kultur. Alle Täler gehören zu den Dolomiten, die seit 2009 UNESCO-Weltnaturerbe sind. Charakteristisch für das Hochgebirge sind die abrupten Wechsel zwischen sanft gewellten Wiesen und steilen Felswänden aus Kalk- und Dolomitgestein. Unser Standort St. Vigil liegt etwas erhöht über dem Gadertal in sonniger Lage. Von dort aus ist man schnell im Pustertal, hat schon ein paar Höhenmeter zum Furkelpass hinter sich und erreicht schnell das Würzjoch. Die berühmten Dolomiten-Pässe sind nah, die Sellarunde liegt fast vor der Tür, aber auch der Passo Giau wartet in Schlagweite.
Wer in die Dolomiten fährt, sollte genug Wumms in den Beinen haben. Denn man findet kaum eine 100-Kilometer-Runde, die weniger als 2.000 Höhenmeter hätte. Es gibt viele spektakuläre Pässe, gewundene Straßen, immer wieder Tunnels (Licht mitnehmen!) und mit den großen Höhenunterschieden auch verschiedene Klimazonen. Eine Tour sollte, auch wegen möglicher schneller Wetterwechsel, gut geplant sein. Einfach drauflosfahren ist nicht zu empfehlen, Abkürzungen sind in den hohen Bergen kaum möglich. Im Sommer, besonders im August, ersticken die Dolomitenpässe rund um Fanes- und Sellagruppe im Verkehr. Wir haben auf unseren Runden die großen Pässe deshalb immer mit kleinen, einsamen Sträßchen kombiniert.


Tour 1
Rund um den Kronplatz

48 Kilometer, 1.400 Höhenmeter, max. 16 % Steigung

Tour 1

Die Runde um den Kronplatz wandelt auf Spuren des Giro d’Italia. Wer Lust auf 500 Höhenmeter mehr hat, kann – wie die Profis erstmals beim Giro 2008 – 5,2 Kilometer auf einer bis zu 24 Prozent steilen Schotterstraße bis auf den 2.273 Meter hohen Kronplatz-Gipfel fahren. Am Furkelpass teilt man sich die Straße mit einigen Autos, im Puster- und Gadertal verläuft die Route einsam neben den viel befahrenen Straßen.

 

 

Tour 2
Geheimrunde: Auf versteckten Straßen

82 Kilometer, 2.000 Höhenmeter, max. 15 % Steigung

Tour 2

Es gibt sie, die einsamen Straßen in den Dolomiten – man muss sie nur finden. Auch ohne große Pässe summieren sich auf dieser Route ordentlich Höhenmeter.


 

 

Tour 3
Drei-Zinnen-Runde

133 Kilometer, 2.400 Höhenmeter, max. 15 % Steigung

Tour 3

Ein Klassiker, der alles verbindet, was die Dolomiten zu bieten haben: schwere Pässe mit eleganten Abfahrten, deutsch- und italienischsprachige Orte, schroffe Berglandschaften und dichte Wälder, breite und schmale Täler, als Krönung die Drei Zinnen im Vorbeifahren oder der bis zu 16 Prozent steile Abstecher hinter dem Lago di Misurina.

 

 

Tour 4
Würzjoch und Grödnerjoch

127 Kilometer, 2.900 Höhenmeter, max. 17 % Steigung

Tour 4

Die Tour verbindet das wenig besuchte Würzjoch mit dem spektakulären Grödner Joch. Auf das Würzjoch führen ein paar der steilsten Straßen der Dolomiten. Unser Anstieg durch Wald und Wiesen ist von der moderateren Sorte. Am Grödner Joch ist immer was los, dafür führt die Strecke dort direkt vorbei am Dolomitenfels und eröffnet atemberaubende Blicke in die Berge.

 

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Heidi Schmidt am 07.03.2017
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