Südtirol Kalterer See Tour 1

Der Süden Südtirols

Südtirols Süden: Klettern im Obstregal

Jörg Spaniol am 07.03.2017

Südlich von Bozen empfängt den Radler eine von Bergen umringte Wein- und Obstlandschaft, in der die Rennradsaison vom Frühling bis spät in den Herbst andauert

Das Etschtal in Südtirol ist die Furche im Alpenkamm, durch die die Brennerautobahn südwärts zur Po-Ebene führt. Direkt südlich von Bozen liegen auf der westlichen Talseite Kaltern und unser Standort Tramin. Der Kalterer See mit seinem Badestrand liegt zwischen beiden Orten. Der Mitterberg, ein etwa 14 Kilometer langer Bergrücken, trennt die Gegend optisch und akustisch vom Etschtal und der Autobahn.
Die durchweg bergigen Touren verlaufen auf schwach bis mittelstark befahrenen Autostraßen in Höhen zwischen 200 und 1.300 Meter. Die Steigungen überschreiten dabei nur an wenigen Rampen die Zehn-Prozent-Marke. Wer zu zwei landschaft-lichen Schönheiten klettern will, zum Lago di Tovel und Monte Penegal (Touren 1 + 2), muss deutlich mehr Kraft -investieren: Die sieben Kilometer lange Straße zum Tovel-See steigt häufig mit 15 Prozent, die vier Kilometer lange zum Monte Pénegal erreicht sogar 18 Prozent Steigung.


Tour 1
Doppelpass mit Foul

113 Kilometer, 2.250 Höhenmeter, max. 18 % Steigung

Kalterer See

Nach 40 Kilometern auf dem Etschtal-Radweg beginnt die Kletterei mit 1.200 Höhenmetern zum Gampenpass, wo sich eine Rast anbietet (www.gampenpass.it). Die ersten Kilometer bergauf, zwischen Etschtal und dem Abzweig nach Völlan, sind verkehrsreicher, zudem führt die Straße anfangs relativ steil durch den Wald. Die Zwischenabfahrt nach Fondo und der Anstieg zum Mendelpass sind eher harmlos. Beste Aussicht verspricht der Monte Pénegal. Fast vier Kilometer klettert das bis zu 18 Prozent steile Sträßchen. Danach geht’s nur bergab – durch die großartigen Kurven des Mendelpasses.


 

Tour 2
Kleinod Tovel-See

125 Kilometer, 2.400 Höhenmeter, max. 15 % Steigung

Tour 2

Früh losfahren: Der moderate Mendelpass ist eine notorische Motorrad-Rennstrecke. Ein Stück hinter Cles (der Tunnel dorthin, über den Stausee, ist gut fahrbar) wartet der schöne, sieben Kilometer lange, bis 15 Prozent steile Stich zum Tovel-See. Vom Verkehr um Mezzolombardo erlöst eine offiziell gesperrte Straße.


 

 

Tour 3
Der lange Weg nach oben

111 Kilometer, 1.300 Höhenmeter, max. 10 % Steigung

Tour 4

Auf kleinen Straßen und dem Etschtal-Radweg zum langen, nur anfangs steilen Anstieg durchs Val di Cembra, wo alle Tunnel außen, durch die Orte hindurch, umfahren werden. Durch Wald und Weinberge rollt man wunderbar und blickt tief hinab zum Fluss. Auf der breiten N 48 zuerst flach, dann steil bergab nach Ora.

 

Tour 4
Im Reich des Golden Delicious

98 Kilometer, 1.200 Höhenmeter, max. 10 % Steigung

Tour 3

Die Runde schwingt auf ruhigen Straßen an den Rändern des Apfel-Anbaugebietes im Val di Non auf und ab, bevor sie bei Andalo in eine komplett andere Landschaft abzweigt: der Lago di Molveno ist ein schmucker, großer Bergsee mit Bademöglichkeit. Der Rückweg vom Abstecher dorthin addiert weitere 250 Höhenmeter. Spätes-tens die zügige Abfahrt nach Mezzo-lombardo ersetzt dann endgültig den Föhn.

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Jörg Spaniol am 07.03.2017
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