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Norwegen: Lofoten

Björn Kafka am 26.06.2013

Nördlich des Polarkreises geht Ende Juni die Sonne nicht unter. Sie scheint rund um die Uhr auf die steilen Berge der Lofoten-Inseln, die aussehen, als wären die Alpen aus dem Wasser aufgetaucht. Rennradler müssen aber auf den flachen Küstenstraßen nur wenige Höhenmeter bewältigen

Die Lofoten, rund 80 Inseln vor der Küste Norwegens, liegen 100 bis 300 Kilometer nördlich des Polarkreises im Atlantik. Etwa 24.000 Menschen leben dort – 4.300 davon in der Hauptstadt -Svolvær. Die stellenweise über 1.200 Meter hohen Berge der Lofoten haben alpinen Charakter und halten allzu starke Wettereinflüsse ab; wegen der -nördlichen Ausläufer des Golfstroms herrscht ein relativ mildes Klima.

Wer Berge fahren will, ist auf den Lofoten und Vesterålen falsch. Wenn es bergauf geht, dann meist nur in kurzen -Ziehern von bis maximal drei, vier Kilometern mit moderater Steigung. Der höchste befahrbare Punkt liegt nicht einmal 200 Meter überm Meer, der niedrigste in einem Tunnel etwa 140 Meter unter dem Meeresspiegel. Zur Haupt-reisezeit im Juli und August kann der Verkehr auf der - Lofoten-Hauptstraße E 10 - streckenweise störend sein, aber verglichen mit deutschen Bundesstraßen wirkt sie wie eine abgelegene Landstraße. Das meistbefahrene Stück findet sich auf Austvågøya, der östlichsten und größten Insel der Lofoten, zwischen Svolvær und Kabelvåg. Hier wurde aber ein separater Fahrradweg von Svolvær bis Ørsvåg an der E 10 gebaut.

Trotz Tageslicht rund um die Uhr sollte eine gute Beleuchtung am Rad montiert sein, denn nicht nur elegante -Bogenbrücken verbinden die Inseln, sondern manchmal auch Tunnel. Die Norweger fahren rücksichtsvoll Auto – was auch den harten Geld-strafen geschuldet sein dürfte. Schon für geringe Geschwindigkeitsüberschreitungen werden drastische Bußgelder verhängt. Der härteste Gegner auf den Lofoten ist der Wind. Und da die meisten Strecken an den Küsten verlaufen, findet man nur wenige Abschnitte, die nicht windanfällig sind. Das Gute auf einer Runde: Irgendwann muss der Wind ja mal von hinten schieben.

Diese Touren und die GPS-Daten finden Sie unten als Downloads:

• Tour 1: Zu den Wikingern (136 km, 1.075 hm, max. 5 Prozent Steigung)
• Tour 2: Weitblick-Tour (96 km, 630 hm, max. 5 Prozent Steigung)
• Tour 3: Inselumrundung (124 km, 860 hm, max. 9 Prozent Steigung)
• Tour 4: Hafentour (111 km, 890 hm, max. 9 Prozent Steigung)

Björn Kafka am 26.06.2013