Eher selten: lange, harte Anstiege wie hier nach Stara Baška auf Krk Eher selten: lange, harte Anstiege wie hier nach Stara Baška auf Krk
Europa sonstige

Kroatien: Kvarner Bucht

Jörg Wenzel am 15.01.2011

Trainingslager oder Kulturreise: Was passiert, wenn Rennradler mit dem Schiff von Insel zu Insel hüpfen? TOUR war bei der einwöchigen Premiere durch die Kvarner Bucht dabei.

Reiseleiter Sascha muss abreißen lassen. Dann platzt auch Kinderärztin Renate weg. Die verbliebene Sechsergruppe fliegt ihrem Ziel entgegen, dem Hafen von Tovarnele an der nördlichen Spitze der Insel Pag. Es ist der fünfte Tag einer siebentägigen Schiffsreise in der Adria. An Bord: zwölf Rennradler, die in dieser Woche fünf kroatische Inseln in der Kvarner Bucht abradeln. Nicht nur das: Zwischendurch stehen auch ein paar Besichtigungen auf dem Plan. Ungewöhnlich genug für eine Rennradreise. Dünn wie eine Nadel liegt Pag in der Adria. Schnurgerade zieht das von Sträuchern und Olivenbäumen gesäumte Sträßchen über den welligen, bleichen Felsrücken aus Kalk. Links und rechts die Adria. Doch nach Ausblicken steht keinem der Sinn: Der Erste stemmt sich tief über den Lenker gebeugt gegen den Wind, die Folgenden fixieren das Hinterrad des Vordermanns. Nur noch wenige Kilometer bis zum Schiff. Die Kette bleibt auch an den kurzen Anstiegen rechts. Karin, Informatikerin aus Zürich, schnauft dann jedes Mal laut. Sie ist zäh, eine Kämpferin, aber kurz vor Lun muss auch sie reißen lassen...

Die Kvarner Bucht liegt an der nordöstlichen Adria in Kroatien und wird im Norden von der Halbinsel Istrien und dem kroatischen Festland gebildet. Die wichtigste Stadt der Region ist Rijeka. Die Schiffsreisenden besuchen fünf Inseln der Kvarner Bucht: Krk, Cres, Lošinj, Rab und Pag. Dazu kommen die südlich davon liegenden Inseln Molat, Dugi Otok, Murter, Pašman und Ugljan, die alle zur Region Dalmatien zählen, an deren Küste auch einige Kilometer der Rennradreise verlaufen.

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Am Ende des Tages wartet Motorsegler Tarin. Erst gehen die Räder an Bord, dann die Radler.

Die Belohnung kommt: Nach drei Kilometern und 170 Höhenmetern bergauf wartet eine Traumaussicht über Pag bis zum Festland.

Jörg Wenzel am 15.01.2011