Flex-Fix von Opel Flex-Fix von Opel
Ratgeber

Vergleichstest: Fahrrad-Transportsysteme fürs Auto

Matthias Borchers am 30.11.2008

Das Opel-System zeichnet die einfache Handhabung aus. Bei Skoda liegt der Vorteil darin, dass die Räder geschützt im Innenraum verstaut werden.

OPEL Flex-Fix

Das ausziehbare “Flex-Fix” für zwei Räder ist ein integriertes System von Opel, das wir an einem Opel “Corsa Cosmo 5T Twinport” mit zwei Rennrädern ausprobiert haben. Das “Flex-Fix” hat man mit etwas Übung binnen einer Minute im ladebereiten Zustand, die Montage der Zusatz-Rückleuchten ist etwas fummelig. Nach weiteren zwei Minuten sind zwei Räder per verstellbarer Kurbelarm-Halterung und Laufrad-Halteschlaufen auf dem Träger befestigt. Das System kann unterschiedlichen Radständen per Rasterung angepasst werden. Positiv: Edle Rennradkurbeln werden dank Kunststoff-Polsterung schonend geklemmt bis zu einem Querschnitt von 42 mal 22 Millimetern. Vorsicht ist geboten bei Kurbeln und Laufrädern aus Carbon. Die Pedale können montiert bleiben, für längere Strecken empfiehlt sich, die Sattelstützen zu demontieren, damit Lenker und Sättel der Räder sich nicht berühren können. Die montierten Räder bleiben innerhalb von Fahrzeugbreite und -höhe; beim Rückwärtsfahren hilft ein piepsender Park assistent. Bei Autobahn- und Serpentinenfahrt standen die Räder immer sicher, der Verbrauch erhöhte sich unwesentlich; eine Geschwindigkeitsbeschränkung gibt der Hersteller nicht vor. Sind die Räder am Ziel, versenkt man das System wieder im Fahrzeugheck. Nachteil gegenüber anderen Haltelösungen für die Anhängerkupplung ist die bei montierten Rädern nicht mehr zu öffnende Heckklappe.

PLUS: einfache Handhabung; schnelles Be- und Entladen; geeignet auch für Mountainbikes oder Trekkingräder; Fahrzeugbreite und -höhe bleiben unverändert; Innenraum bleibt erhalten

MINUS: Räder sind Regen und Schmutz ausgesetzt; Heckklappe lässt sich bei montierten Rädern nicht öffnen; Kurbel- und Laufradhalter könnten hochwertiger gefertigt sein; Diebstahlrisiko

SKODA ROOMSTER

Der Innenraum-Halter, der als Sonderzubehör für alle Škoda- “Roomster”-Modelle erhältlich ist, hat gegenüber der Lösung beim Opel natürlich den Vorteil, dass die Räder, geschützt vor Schmutz und Regen, im Innenraum mitreisen dürfen. Dafür passen – trotz des sehr variablen Sitzsystems mit einzeln leicht zu entfernenden Fond-Sitzen – zwei Passagiere weniger ins Auto, wenn man zwei Räder transportiert. Getestet haben wir mit dem “Roomster Cycling 1.9 TDI DPF”. Um die Renner per vorderem Schnellspanner an der Haltevorrichtung zu fixieren, müssen die Vorderräder demontiert werden. Da der Fahrzeug-Innenraum hoch ist, können Sattelstütze und Sattel aber im Rad bleiben. Zusätzlich gesichert werden die Räder mit Spanngurten, die man an Vorrichtungen im Laderaum einhaken kann. Nachteil: Die Gummi-Halteklauen der mitgelieferten Gurte zur zusätzlichen Sicherung an Oberrohr oder Sattelstütze lassen sich nicht verstellen, sodass man die Räder in nicht veränderbarem Abstand zueinander fixieren muss. Insgesamt dauert das Be- und Entladen etwas länger als beim Opel. Stellt man die Räder leicht schräg, bleibt genügend Platz, um die Heckklappe zu schließen, ohne dass man die Lenker eindrehen muss. Genug Platz für Reisegepäck bleibt ebenfalls. Im Fahrtest standen die Räder immer sicher, die Sicht nach hinten ist wie beim Opel eingeschränkt.

PLUS: Räder reisen geschützt im Fahrzeug-Innenraum; hohe Reisegeschwindigkeit möglich; kein erhöhter Kraftstoffverbrauch MINUS: Haltesystem bei Nichtgebrauch und demontierte Sitze be nötigen extra Stauraum; wenig flexible Haltegurte; für Trekkingräder ist der Innenraum ohne Demontage des Lenkers knapp

Bezug/Info: Adam Opel GmbH, Telefon 0180/55510, www.opel.dePreise: ab 11.947 Euro; das „Flex-Fix“-System ist ebenfalls für dasOpel-Modell „Antara“ erhältlich und kostet 207 Euro

Bezug/Info: Škoda Deutschland, Telefon 01805/756324636,www.skoda.dePreise: ab 13.170 Euro; die Fahrrad-Innenhalterung kostet 180 Euro

Matthias Borchers am 30.11.2008